Sind Sie ein Umsetzungszwerg?

27.06.2011

Kennen Sie auch dieses Phänomen? Sie haben eine wirklich tollen Einfall, entwickeln die Idee weiter und konkretisieren die erforderlichen Maßnahmen – lediglich die Umsetzung bleibt mal wieder auf der Strecke. Die bittere Erkenntnis – Sie gehören zu der großen Gruppe der Umsetzungszwerge.

Vielen Menschen mangelt es aus den unterschiedlichsten Gründen an der nötigen Initiative und Ausdauer um ihre “gute Idee” Realität werden zu lassen. Dabei spiegeln Initiative und Ausdauer die persönliche Bereitschaft und Fähigkeit wieder,

  • Aktionen und Prozesse durch initiatives Handeln selbstbestimmt anzustoßen und
  • Maßnahmen einzuleiten, Aufgaben zu bearbeiten und Projekte durchzuführen auch gegen Widerstände und
  • beides über einen längeren Zeitraum hinweg bis zur Generierung von Resultaten durchzustehen.

Initiative und Ausdauer bilden dabei individuelle Kompetenzen, die im Sinne von Fähigkeiten und persönliche Eigenschaften stark durch Ihre  mentalen Einstellungen geprägt sind. Genau das macht ein Training dieser Kompetenzen so anspruchsvoll. Mit ein paar erlernbaren Arbeitstechniken und Kommunikationsregeln ist es eben nicht getan, da hier das kontinuierlich gewachsene Resultat von Erziehung, Ausbildung und viele Jahre Lebens- und Berufserfahrung sowie individuelles Temperament gegenüberstehen.

Auf der rein mentalen Ebene geht es primär um Ihre Einstellung zu Stagnation vs. Veränderung, Risikobereitschaft und Ihre “inneren Filter” (Metaprogramme), die bestimmen, wie Sie die Welt sehen. Wenn Sie Kenntnis über Ihre  “inneren Filter” haben, können Sie diese verändern. Ihre Metaprogramm können dabei kontextabhängig sein, d.h. zum Beispiel, im familiären Umfeld tendieren Sie zu einem WIR, während Sie im beruflichen Kontext zum ICH neigen. Jedes Metaprogramm hat im entsprechenden Kontext seinen Vorteil – keines ist besser oder schlechter.

Auf der Ebene der Methoden und Techniken bieten sich bewährte Vorgehensweisen wie z.B. aus dem Projektmanagement die Technik der Meilensteine an, um Ihre Eigeninitiative und Ausdauer zu fördern. Damit können Sie sich und/oder andere durch sinnvoll festgelegte Zwischenschritte und zwischenzeitlichen Erfolgserlebnissen auch über eine “längere Durststrecke” hinweg motivieren. Weiterhin können Sie Verträge – auch mit sich selbst – gestalten, die Sie in Entscheidungssituationen unterstützen.

Was bringen Ihnen Initiative und Ausdauer?

  • Sie können angestrebte Veränderungen i.d.R. schneller anstoßen und umsetzen, wenn Sie die dafür notwendigen Maßnahmen selbst in die Hand nehmen.
  • Sie machen sich durch Ihre gelebte Initiative und Proaktivität unabhängig(er) von Fremdentscheidungen, unvollständigen Informationen oder Verzögerungen.
  • Sie umschiffen das Gefühl der Demotivation, das sich aus dem Gefühl der Hilflosigkeit und Ausgeliefertheit gegenüber Fremdbestimmung oft einstellt.
  • Sie erhalten Wertschätzung und Anerkennung, weil Sie sich “durchbeißen” und “am Ball bleiben”, bis das angestrebte Resultat erreicht ist. Das wird von Ihren Mitmenschen mit Respekt verfolgt.
  • Sie sind weniger (negativ) gestresst, weil Sie in einem wachsenden Ausmaß selbst entscheiden, was Sie tun bzw. wann Sie es tun. Ihre Aktion macht Sie zu einem “Initiator”, “Macher” oder “Vorläufer” anstatt zu einem von Reaktion getrieben “Mit- oder “Hinterherläufer”.
  • Sie erreichen Ihre gesetzten Ziele durch ausgeprägte Ausdauer mit größerer Wahrscheinlichkeit.

Sind das nicht Argumente, für die es sich lohnt Veränderungen anzugehen?
Ergreifen Sie die Initiative durch proaktives Handeln und stellen Sie die Weichen auf Erfolg.

Ein flankierende Coaching zur Förderung Ihrer Eigeninitiative und der persönlichen Ausdauer versetzt Sie mehr und mehr in die Bereitschaft und Lage, kurz- und mittelfristig Abstriche in anderen Bereichen in Kauf zu nehmen, während Sie größere und langfristige Ziele anstreben.

Wenn Sie ergänzende Beiträge, Impulse oder konstruktive Kritiken für mich haben – jederzeit und wie immer gern!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] – speziell in der Umsetzung

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Professioneller Umgang mit Kritik

23.06.2011

Der Umgang mit Kritik ist für die meisten von uns eine wirkliche Herausforderung. Kritik schmerzt dann besonders stark, wenn der Kritisierte sich in seiner gesamten Person in Frage gestellt fühlt. In der Regel können wir umso schlechter mit Kritik umgehen, je weniger wir uns selbst Fehler verzeihen können und umso geringer unser augenblickliches Selbstwertgefühl ist.

Was ist schlimmer, als kritisiert zu werden? Unprofessioneller Umgang mit Kritik!

Letztendlich entscheiden Sie ja darüber,

  • wie ernst Sie die Kritik und
  • die Person des Kritikers nehmen und
  • welche Stellenwert die Kritik für Sie hat.

Wenn Sie jetzt einmal Ihre bisherige Verhaltensweise bei Kritik reflektieren, zu welcher der drei archaischen Verhaltensweisen tendieren Sie eher?

  • Flucht - schneller, unkontrollierter Rückzug mit flankierendem Beleidigt sein
  • Kampf - gedankliche Einleitung eines rhetorischen Gegenangriffes
  • Totstellen - völlige Ignoranz der Kritik

Sind diese Verhaltensansätze empfehlenswert?
“Wer sich über Kritik ärgert, gibt zu, dass sie verdient war.” – Tacitus

Welcher Umgang ist vorteilhaft für Sie?

Mit Kritik “richtig” umgehen zu können ist eine wichtige Fähigkeit für Ihr seelisches Wohlbefinden, Ihren beruflichen Erfolg und für Ihre sozialen Beziehungen. In vielen Fällen lohnt es sich, wenn Sie Ihrem Kritiker genau zuhören.

Der professionelle Umgang mit Kritik ist erlernbar - auch für Sie!

Worauf sollten Sie achten wenn Sie zukünftig kritisiert werden und welcher vorteilhafte Umgang ist anzustreben?

Die TOP10 der Tipps zum Umgang mit Kritik:

  • Kritik begrüßen – Kritik ist immer eine Chance
    Wenn Sie Kritik als “Präsent” bewerten, ist sie weniger verletzend, sondern bietet die Chance zu wachsen.
    (Geschenke können auch zurückgewiesen werden – siehe die letzten drei Tipps! )
  • Feedback fordern – Öfter mal nachfragen
    Bitten Sie Menschen, die Ihnen wichtig sind, häufiger um Feedback.
  • “Danke” sagen – Feedback wertschätzen
    Bedanken Sie sich bei Ihrem Gesprächspartner, zum Beispiel mit den Worten
    “Vielen Dank für Ihre Rückmeldung! Jetzt weiß ich, wie … “
  • Aktiv zuhören – Den Kritiker ernst nehmen
    Fassen Sie das, was bei Ihnen auf zwei Ebene ankommt – Gefühl und Inhalt – zu einer Frage zusammen.
  • Konkrete Aussagen fordern - Nach konkreten Beispielen fragen
    Zwingen Sie Ihren Gesprächspartner, konkret zu werden.
    (“Was genau oder wann genau habe ich …”)
  • Positiv übersetzen – Auf Pauschalkritik bitte reagieren
    Kritik entlädt sich häufig pauschal (immer, nie, jedes Mal, …).
    Das ungerechtfertigte Attacke ermutigt zu einem Gegenschlag – Vorsicht!
    Dieses Verhalten bestärkt Ihren Kritiker eher in seinem Standpunkt.
  • Zukunft im Blick – Nach vorne schauen
    Die Mehrheit der Kritiker schaut in die Vergangenheit – da ist nichts mehr zu ändern. Bieten Sie den Blick nach vorne und ermitteln Sie, was sich Ihr Gesprächspartner wünscht.
  • Kritik zurückweisen – Gegendarstellung liefern
    Wenn Sie sich dafür entscheiden die Kritik aus guten Gründen nicht anzunehmen, fassen Sie das bisher Gesagte zusammen und legen Sie Ihren Standpunkt dar.
  • Gegenschlag – Gekonnt kontern
    Auf “gemeine” öffentlich geäußerte Kritik können Sie pointiert bei weniger Sachlichkeit mit einem “Augenzwinkern” reagieren.
    Das bringt Sympathie und die Chance  im “kleinen Kreis” die Meinungsverschiedenheit zu klären.
  • Verunsichern – Den Kritiker in die Defensive drängen
    Falls Sie kein schlagfertiges Argument parat haben, probieren Sie einmal folgenden Satz aus:
    “Ihre Aussage ist hochgradig interessant. Sie verraten mehr über sich selbst, als es Ihnen bewusst ist.”
    Bei Nachfragen des Kritikers platzieren Sie folgenden Satz:
    “Reflektieren Sie bitte einmal das, was Sie gerade zu mir gesagt haben.”
    Das verunsichert – garantiert!

(Quelle: zehn.de)

Wenn Sie kritisiert werden, erinnern Sie sich bitte daran, dass die Kritik die Meinung des Kritikers ist, d.h. er will klarmachen “Das ist seine Sicht. Sie können es auch anders sehen”. Jedes Ding hat mindestens 2 Seiten. Welche ist die Richtige? Gibt es überhaupt eine richtige Seite? Der andere hat das Recht auf seine Sicht, Sie aber auch.

Die Berücksichtigung der obigen Kritiktipps sollte zu mehr Souveränität im Umgang mit Kritik führen – Schritt für Schritt.

Wenn Sie ergänzende Beiträge, Impulse oder konstruktive Kritiken für mich haben – jederzeit und wie immer gern!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] – besonders im professionellen Umgang mit Kritik

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Veränderung mit Entwicklungsfähigkeit

14.05.2010

Das einzig Beständige in dieser Welt ist die Veränderung. Diese Erkenntnis erfordert eine immer schneller Adaption von Prozessen und Verhaltensweisen, um am Markt als Unternehmen zu über-leben. Veränderungen bedeuten aber immer auch zugleich den Verlust von Sicherheit – ein Wert, der mit zunehmendem Lebensalter immer mehr an Bedeutung gewinnt.

In diesem Spannungsfeld laborieren aber auch vermehrt junge Führungskräfte, die mit den Ängsten und Bedenken der “Alten” wenig am Hut haben. Veränderungen beinhalten für sie in der Regel einen hohen Wow- und Fun-Faktor.

Eine Annäherung beider Parteien – der “Fun-Generation” und der” Bedenkenträger” – ist im Sinne eines Unternehmenserfolges aber angesagt. Eine nette Anekdote, die sich dieser Thematik unaufdringlich nachdenklich machend widmet, ist mir inhaltlich noch grob gegenwärtig. Hier ist sie, sie stammt von Samuel Langhorne Clemens – besser bekannt unter seinem Pseudonym Mark Twain.

Mark Twain war ja ein sehr vielseitiger Patchworker,  in seiner Eigenschaft als Zeitungsredakteur war er auch für die Ratgerberseite dieser Zeitung zuständig. In diesem Zusammenhang soll ihm einmal eine Siebzehnjährige geschrieben haben, sie verstehe sich mit ihrem Vater nicht, weil  dieser rückständig und ohne jegliches Verständnis für das Moderne sei.
Mark Twain soll folgendes darauf geantwortet haben:

“Ich kann Sie sehr gut verstehen. Als ich siebzehn Jahre alt war, zeigte mein Vater ebenfalls keinerlei Bildung. Haben Sie Geduld mit alten Leuten! Die entwickeln sich einfach langsamer. Zehn Jahre später, als ich siebenundzwanzig war, konnte ich mich schon vernünftig mit ihm unterhalten. Heute bin ich siebenunddreißig, und, ob Sie es glauben oder nicht, ich kann ihn fragen, wenn ich keinen Rat mehr weiß. Es ist wirklich verblüffend, was der alte Herr dazugelernt hat.”
(Quelle : Kalenderanekdote)

Nutzen Sie die Twainsche Ironie zu ihren Gunsten.

Ich freue mich auf Ihre Anmerkungen!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] - auch in der Entwicklung

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Konflikte – Innere Konflikte 3

06.04.2010

konflikte

Kennen Sie folgende Situation aus Ihrer Führungspraxis?

Einem gutem Mitarbeiter von Ihnen hat sich die Möglichkeit geboten, sich innerbetrieblich zu verbessern und Vorarbeiter in einer anderen Abteilung zu werden. Das dortige Aufgabenfeld ist für für ihn sehr interessant, aber die Kollegen in der Abteilung haben keinen guten Ruf. Die Handlungsalternative für Ihren Mitarbeiter wäre, er bleibt bei Ihnen in der Abteilung, in der er sich sehr wohlfühlt und seine Kollegen schätzt. Die Konsequenz daraus wäre, dass er weder eine berufliche Herausforderung noch die damit verbundene Lohnerhöhung bekommen würde.

Innere Konflikte (Intrapersonelle Konflikte)

Ihr Mitarbeiter muss sich zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden, wobei jede für sich betrachtet sowohl Vorteile als auch Nachteile beinhaltet. Welche Entscheidung er auch immer treffen wird, sie wir positive und negative Konsequenzen bewirken.

Dies ist die typische Problematik für die letzte Form eines inneren Konfliktes, dem Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt.

Zu den jetzt vorgestellten drei Arten von inneren Konflikten werden noch zwei Annahmen getroffen.

  • Je größer die persönliche Distanz zum Ziel, desto geringer wird die Anziehungskraft oder die Tendenz zur Vermeidung sein.Beispiel:
    Jemand, den Sie wertschätzen,  hat für Sie schon im Vorfeld Dinge abgeklärt, die eine mögliche Handlungsalternative ist. Diese Variante rückt damit näher, also erscheint Ihnen diese Möglichkeit positiver als die zweite Handlungsvariante . Damit wird die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie dafür für die erste Alternative entscheiden.
  • Distanziert man sich von einer Handlungsvariante, dann nimmt die Anziehungskraft langsamer ab als die Tendenz zur Vermeidung. Das bedeutet, die positiven Konsequenzen wirken länger, als die negativen, dies gilt vor allem für “Annäherungs-Vermeidungs-Konflikte”.Beispiel (Anwendung der Annahme auf das obige Eingangsbeispiel):
    Die positiven Konsequenzen, die mit der Vorarbeiterposition verknüpft sind (interessanter Arbeitsplatz, Gehaltserhöhung, Statuserhöhung) wirken stärker als die neuen Kollegen, je sicherer für ihn ist, dass er die angebotene Position tatsächlich bekommen kann.

Ihre Anregungen, Kritik oder Kommentare sind wie immer willkommen!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] - im speziellen in Konflikten

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Konflikte – Innere Konflikte 2

13.03.2010

konflikte

Vielleicht habe Sie folgende Situation auch schon selbst mehrfach er- und/oder  durchlebt:

Sie hatten eine extrem wichtige Terminaufgabe persönlich zu bearbeiten, die bis Freitagnachmittag zwingend zu erledigen war, haben dies aber wegen des “tobenden Tagesgeschäftes” nicht geschafft. Nun müssen Sie entweder Ihrem Vorgesetzten gegenüber verantworten, was sicher nicht angenehm wird, oder aber Sie müssen erheblich länger im Unternehmen bleiben. Wahrscheinlich ist auch das Wochenende mit der Familie gefährdet, womit noch ganz andere Nachteile für Sie verbunden wären.

Innere Konflikte (Intrapersonelle Konflikte)

Welche Alternative Sie auch wählen, Sie haben in beiden Fällen mit unangenehmen Konsequenzen zu rechnen.

Dies ist ein typisches Beispiel für die absolut frustrierende Form eines

Vermeidungs-Vermeidungs-Konfliktes auch
Aversions-Aversions-Konflikt genannt

Ganz allgemein gesagt, besteht folgende Problematik:

Sie müssen sich zwischen zwei Varianten entscheiden, die beide für Sie negativ besetzt sind, die Sie beide nur allzu gern vermeiden möchten.
Häufig handelt es sich bei dieser Konfliktform um gegensätzliche Verpflichtungen aus Ihrer Position heraus (“Der Industriemeister – das Beef im Burger?”).

Von einem Dilemma kann dann gesprochen werden, wenn die Situation unvermeidbar ist. Sie haben keine Chance “dem Übel” auszuweichen.

Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Anregungen, Kritik oder Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] - wie immer

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Zeitmanagement ist aktives Lebens-Management

10.02.2010

Auf meinen Wegen durch die Unendlichkeit der sozialen Netzwerke bin ich via Twitter auf einen interessanten Blog gestoßen – Day-Spotting – von Niels Warnecke. Niels schreibt dort über Personalführung, Zeitmanagement, persönliche Produktivität und was ihm sonst so in den Sinn kommt – ich habe mit ihm ein längeres erfrischendes Telefonat geführt und dabei viel “Interessenverwandschaft” entdeckt.  Das Telefonat bestätigte den aus dem Blog gewonnenen guten Eindruck. Da mir seine lockere aber dennoch anspruchsvolle Art sowieso gut gefiel, kamen wir überein, dass er einen Beitrag zum Thema Zeitmanagement verfassen könnte.

Zeitmanagement ist aktives Lebens-Management

Von Gastautor Niels Warnecke

Sie kennen vielleicht den Spruch „A fool with a tool is still a fool” – frei übersetzt: Ein Narr mit Werkzeug bleibt ein Narr. Umso erstaunlicher ist es, dass viele gestresste Menschen nur deswegen viel Energie und Aufwand in ihre Zeitmanagement-Systeme stecken, damit sie mehr ihrer stressenden Aufgaben erledigen können. Ich nenne dies das „Mehr-Mehr-Syndrom“. Denn dort, wo durch den Einsatz von Zeitmanagement tatsächlich Freiräume entstehen, werden bei diesen Menschen wieder dieselben Tätigkeiten in die „Freizeiten” reingepackt. So werden dann zwar mehr Aufgaben erledigt, der Stress aber bleibt.

Diese Menschen verstehen nicht, worum es beim Zeitmanagement eigentlich geht. Sie wenden eine Methode an, ohne das Ziel für sich selbst wirklich zu klären und kommen in ihrer Belastungssituation keinen Schritt weiter – ganz im Gegenteil, eigentlich machen sie einen Schritt zurück.

Es geht beim Zeitmanagement nicht in erster Linie um eine Steigerung von Quantität. Es geht vielmehr um eine Steigerung der Qualität, nämlich der Lebensqualität.

Bevor man sich also mit Methoden wie GTD (Get Things Done, ersonnen von David Allen) oder dem „Kleinen 1 x 1 des Zeitmanagements” (Lothar Seiwert) beschäftigt, gilt es zunächst einmal, herauszufinden, wofür man die Zeit eigentlich verwendet und ob alle Lebenskontexte angemessen zu ihrem Recht kommen. Denn Stress ist in aller Regel ein ernst zu nehmendes Signal für eine Schieflage der eigenen Lebens-Balance (neu-deutsch auch work-life balance genannt).

Lebens-Balance ist keineswegs zu verstehen als eine quantitativ paritätisch auf die Lebensbereiche verteilte Zeit. Aber wir alle sind in unterschiedliche soziale Kontexte verwoben, die Zeit beanspruchen – und auch bekommen sollten.

Dies ist einer der Gründe, warum sich ein gutes Zeitmanagement über alle Lebensbereiche erstreckt. Für welche Methode Sie sich dabei auch entscheiden, ist zunächst sekundär – es muss für Sie funktionieren und alle sozialen Rollen abdecken.

Also – don´t be a fool. Machen Sie sich bewusst, wofür Sie Ihre Lebenszeit aufwenden – und in wie weit dieser Aufwand im richtigen Verhältnis zu Ihrer Vorstellung vom Leben, Ihren Zielen und Vorstellungen, steht. Dann kommt das richtige System und die korrekte Zeitplanung schon fast von allein.

Und wenn Sie dann und wann meinen Blog besuchen, finden Sie den einen oder anderen Tipp, wie man dabei vorgehen kann.

Herzlichst, Ihr
Niels Warnecke

[der Mensch macht's!]

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Konflikte – Krankenstand

08.02.2010

konflikte

Mit diesem Blogbeitrag geht es weiter – das 2. Fallbeispiel für einen Konflikt aus der betrieblichen Praxis eines Industriemeisters.

Situation

Der Krankenstand in Ihrer Abteilung überschreitet langfristig die 6% Marke.

Folgende Links beschäftigen sich  mit der Problematik des Krankenstandes:

Problem(e) / Fragestellung(en)

  • Veränderte Arbeitsbedingungen
    z.B. starke körperliche Beanspruchung, klimatische Beanspruchung, Lärm, …
  • Führungsdefizite
    z.B. Mangel an Klarheit, Unverbindlichkeit, Autorität, Transparenz, …
  • Intragruppen-Konflikt (Konflikte innerhalb einer Gruppe)
  • Intergruppen-Konflikt (Konflikte zwischen Gruppen)

Hard Skills Lösungsansätz(e)

Oben genannte Punkte lösen das Problem ohne Berücksichtigung des Miteinanders in jeglicher Form.

Kritische Fragestellung / Anmerkung(en):

  • Die Art und Weise, wie Menschen miteinander umgehen, wird damit zum entscheidenden Erfolgsfaktor!

Mögliches Fazit:

der Mensch macht’s – extrem beim Krankenstand

Soft Skills Lösungsansätz(e)

Sie sollten also zwei mögliche “Baustellen” sondieren:

  • Kritische Reflexion Ihres aktuellen Führungsverhaltens
  • Analyse der gegenwärtigen gruppendynamischen Prozesse

Handlungsempfehlungen für Sie

  • Streben SIE stets die einfachste (nicht leichteste!) mögliche Lösung eines Problems (KISS-Prinzip) an
  • Folgen Sie einfachen Führungsgrundsätzen
    • Es kommt bei IHRER Führung nur auf Resultate an
      Dokumentieren SIE ein konsequentes und transparentes Muster im Denken und Handeln in Bezug auf Resultate (Ziele)
    • Leisten SIE einen Beitag zum Ganzen durch
      • ganzheitliches Denken
      • unternehmerisches Denken
      • flache hierachiearme Organisation
      • Motivation (Eigen- und Fremdmotivation)
    • Strikte Konzentration und Beschränkung auf das für IHREN Erfolg Wesentliche
      • Selbst- & Zeitmanagement
      • Führen durch partnerschaftliche Zielvereinbarungen
      • Steigerung der Produktivität
    • Vorhandene Potentiale nutzen
      Setzen SIE ihre Mitarbeiter möglichst gemäß ihrer Stärken ein
    • Vertrauen der Anfang von Allem
      Erarbeiten SIE sich das Vertrauen ihrer Mitbearbeiter, durch

      • möglichst viele Win-win-Situationen
      • Charakterliche Integrität - SIE müssen meinen, was SIE sagen und auch danach handeln
    • Denken SIE in Lösungen und nicht in Problemen
      Geben SIE stets ihr Bestes, denken SIE motiviert konstruktiv und befreien SIE sich wenn möglich von Abhängigkeiten

    Die menschliche Arbeitsleistung hängt nicht allein von den materiellen äußeren Arbeitsbedingungen ab, sondern in hohem Maße auch von den immateriellen psychischen Arbeitsbedingungen.

  • Analyse der Gruppenprozesse
    • Überprüfen SIE die Gruppenrangordnung – der Rangplatz ist abhängig von der Leistung und/oder der Beliebtheit
      Stellen Sie sich dazu folgende Fragen:

      • Wer ist die informelle Führungskraft?
      • Wer ist der Vertreter?
      • Gibt es Außenseiter?
      • Existiert ein Isolierter?
      • Droht eine Cliquenbildung?
    • Beschreiben SIE die verschiedenen sozialen Rollen
      (erwartete Verhaltensweisen in einer bestimmten Position)
      in ihrer zu führenden Gruppe/Gruppen
    • Werden die sozialen Normen eingehalten? Bilden sich neue Normen aus?
    • Haben Gruppenwerte noch ihren Bestand?
    • Sind die Gruppenrollen sinnvoll besetzt?
    • Wie lässt sich die Gruppenleistung im Vergleich darstellen?
    • SIE sollten in jedem Fall die informellen Gruppenstrukturen kennen und nutzen

Im nächsten Blogbeitrag geht es weiter um die Strukturierung von Konflikten.
Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

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Konflikte – Innere Konflikte 1

25.01.2010

konflikte

In meinem letzten Blogartikel ging es mir konkret um die Chance für SIE, bei einem Konflikt keine ausschließliche Symptombehandlung zu betreiben, sonder vielmehr die ursprünglichen den Konflikt auslösende(n) Ursache(n) zu erkennen und somit Potential zur aktiven Konfliktbewältigung zu schaffen.

Konflikte können zwischen mehreren Menschen (zwischenmenschliche oder sozialen Konflikte) bestehen, oder aber eine Person birgt den Konflikt “in sich selbst” (inneren oder intrapersoneller Konflikt).

Innere Konflikte (Intrapersonelle Konflikte)

Innere Konflikte werden häufig in drei Typen eingeordnet:

  • “Annäherungs-Annäherungs-Konflikt”
  • “Vermeidungs-Vermeidungs-Konflikt”
  • “Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt”

Der “Annäherungs-Annäherungs-Konflikt”

Stellen Sie sich folgende betriebliche Situation vor:
Sie müssen sich aufgrund einer Vorgesetzten-Anordnung zwischen zwei Handlungsvarianten entscheiden, wobei beide Varianten für SIE persönlich positiv besetzt und realisierbar sind.

Problem:
Egal für welche Variante Sie sich entscheiden, die zweite Variante ist damit ausgeschlossen. Solange also kein(e) Argument(e) eine der beiden Handlungsalternativen attraktiver gestaltet, werden SIE den Konflikt nicht rational lösen können. Häufig wird daher dem Zufall z.B. durch würfeln, Münzen werfen, etc. die Entscheidung überlassen.

Tipp” (am Beispiel Münze werfen) :
Werfen Sie die Münze. Und nun achten Sie ganz genau auf Ihr Gefühl, wenn Sie die Münze aufdecken:

  • Sie freuen sich über die „Entscheidung der Münze”?
  • Sie sind enttäuscht?

Wenn Sie eins der beiden Gefühle (mehr oder weniger stark) empfinden, dann hat sich Ihr Unterbewusstsein offensichtlich längst schon entschieden, es war Ihnen nur noch nicht bewusst.

Im nächsten Blogbeitrag geht es wieder um ein Fallbeispiel.
Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Anregungen, Kritik oder Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

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Konflikte – Struktur

21.01.2010

konflikte

Damit SIE Konflikte zielgerichtet nutzen können, ist es zunächst wichtig, sie zu identifizieren, gemäß dem Motto: “Gefahr erkannt – Gefahr gebannt”.

Die folgende Konfliktsituation in der Badewanne, von Loriot liebevoll in Szene gesetzt, dürfte bekannt sei. Ich wünsche Ihnen viel Freude dabei.

Die Ente bleibt draußen!

Konflikt Typologie

Wenn es Ihnen möglich ist, einen erkannten Konflikt einer Typologie zuzuordnen, so fällt es Ihnen in der Regel leichter, auch die wirkliche Ursache des Konfliktes zu ergründen. Das bedeutet konkret für Sie die Chance,  keine ausschließliche Symptombehandlung zu betreiben, sonder vielmehr die ursprünglichen den Konflikt auslösenden Ursachen zu erkennen und damit so umzugehen, dass sie zukünftig weniger oder nicht mehr zu Konflikten führen können.

Welche Möglichkeiten gibt es, Konflikte zu strukturieren?

Generell können Konflikte nach diversen Gesichtspunkten strukturiert werden, von denen ich drei in den folgenden Blogartikeln näher beschreiben werde:

  • Handelt es sich um einen inneren oder um einen äußeren Konflikt?
    Innere und zwischenmenschliche Konflikte
  • Welche Reichweite hat der Konflikt?
    Wie viele Beteiligte in welcher hierachischen Funktion sind in den Konflikt involviert?
  • Auf welcher Ebene existiert der Konflikt?
    Geht es dabei tatsächlich um die beteiligten Personen oder um eine andere Thematik?
    Beziehungskonflikt vs. Sachkonflikt
  • Um welches Thema dreht es sich beim Konflikt?
    Konfliktarten
  • Wie stellt sich der Konflikt dar?
    Erscheinungsformen
  • Welche Konsequenzen folgen ggf. aus dem Konflikt?
    Destruktive und Konstruktive Formen

Im nächsten Blogbeitrag geht es um “Innere und zwischenmenschliche Konflikte”.
Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

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Konflikte – Maschinenausfall

18.01.2010

konflikte

Mit diesem Blogbeitrag ist es endlich soweit – das 1. Fallbeispiel für einen Konflikt aus der betrieblichen Praxis eines Industriemeisters.

Jedes Fallbeispiel soll nach folgender Struktur bearbeitet werden:

  1. Situation
    Kurze Situationsbeschreibung der zu erörternden Problematik.
  2. Problem(e) / Fragestellung(en)
    Ihr mögliches Spannungsfeld.
  3. Hard Skills Lösungsansätz(e)
    Im beruflichen Alltag wird häufig von den sogenannten „Hard Skills” (“harte Faktoren”) gesprochen. Damit sind in den Fallbeispielen Ihre Handlungsmöglichkeiten gemeint, die aus Ihrer Fachkompetenz, inklusive der Schul- und Berufsausbildung und ggf. eines Studiums resultieren.
  4. Soft Skills Lösungsansätz(e)
    Hard Skills werden durch die sogenannten Soft Skills (“weiche Faktoren”), also die persönlichen Fähigkeiten, Komplettiert.
    Zusammen bilden sie Ihre berufliche Handlungskompetenz.
  5. Konsequenz(en) für Sie
    Es werden Ihre möglichen Notwendigkeiten vorgestellt.

Situation

Eine Maschine in der Produktion fällt unvorhersehbar aus.

Problem(e) / Fragestellung(en)

  • Die Zielvorgabe bezüglich der zeitlich erforderlichen Produktionsmenge in der vom Kunden geforderten Qualität ist gefährdet.
  • Abteilungsübergreifende Abstimmungsproblematik (“Gerangel” um Prioritäten).
  • Zielerreichung im Hinblick auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen gestaltet sich problematisch.

Hard Skills Lösungsansätz(e)

  • Wenn möglich, erfolgt eine Umverteilung der Aufträge auf andere abteilungsinterne Maschinen , ggf. auch unter der Prämisse einer Qualitätsabweichung in beiden Richtungen.
  • Wenn möglich, Nutzung der Ressourcen anderen Abteilungen
    (nach Rücksprache).
  • Mehrarbeit durch Überstunden mit eigenen oder “Fremdarbeiten”
    (“Gutstunden” auf dem Stundenkonto).
  • Outsourcing – Auslagerung an ein kompetentes Drittunternehmen.

Oben genannte Punkte lösen das Problem!

Kritische Fragestellung:

  • Wie motiviert sind Ihre Mitarbeiter, beim nächsten Maschinenausfall für Mehrarbeit?
  • Wie stellt sich die Kooperationsbereitschaft der anderen relevanten Führungskräfte zukünftig für Sie dar?

Mögliches Fazit:

Offensichtlich liegt mehr Erfolgspotential in der Kooperation mit den Beteiligten – d.h. in der Zwischenmenschlichkeit (der Mensch macht’s – als formale Ebene).

Soft Skills Lösungsansätz(e)

Sie haben also zwei Probleme zu lösen:

  • Wie verhalten SIE sich gegenüber IHREN Mitarbeitern?
  • Wie verhalten SIE sich gegenüber IHREN Führungskollegen in den anderen Abteilungen?

Konsequenz(en) für Sie

Grundsätzlich gilt:

  • Mitarbeitermotivation ist sowohl gefragt als auch erforderlich.
    Motivation (von lat. motus, „Bewegung”) bezeichnet dabei das Maß an Bereitschaft sich für etwas einzusetzen – eben sich dafür zu bewegen.
    Problematik: Ein Mensch kann keinen anderen Menschen bewegen – in Bewegung bringen – wenn dieser sich nicht bewegen will.
  • Es existieren sehr viele Motivations-Theorien ( Inhalts- und Prozessmodelle), Managementmethoden, die ein Führungsverhalten vorgeben (Management by Konzepte; z.B. Management by Objectives “Führung durch Zielvereinbarung”), und nicht zuletzt die Empfehlung von Führungsstilen (der situative Führungsstils gilt als motivationsorientiert).

Wie aber kann die praktische Umsetzung erfolgen?

  • Die Kernfragen in der Auseinandersetzung mit Führungstechniken lauten:- Wie motiviere ich mich?
    - Wie motiviere ich meine Mitarbeiter?

    Häufig setzt Motivation bei der Erkennung und Befriedigung von Bedürfnissen (z.B. Entgelthöhe) an. Leider lässt sich damit keine Nachhaltigkeit erzielen.
    Führung durch Sinngebung dagegen orientiert sich an Werten ; an dem, was Ihnen und Ihren Mitarbeitern im Berufsleben wirklich wichtig ist.
    Fakt ist, es gibt kein langfristig wirkendes Patentrezept. Es wirkt nur die individuelle Auseinandersetzung.

  • Das “Prioritätsgerangel” kann z.B. durch konsequent verordnete Anwendung des Eisenhower-Prinzips erfolgen.Der amerikanische General und spätere Präsident Eisenhower gab einem einfachen Prinzip den Namen, mit dem anstehenden Aufgaben eine Priorität zugeordnet werden kann.- Wichtigkeit kommt vor Dringlichkeit (ggf. Nutzung einer ABC-Analyse)
    - Wichtigkeit bedeutet unternehmerischer Arbeitserfolg
    - Dringlichkeit ist reine Terminsache
  • Die betriebswirtschaftlichen Zahlen müssen bei sämtlichen unternehmerischen Entscheidungen im Vordergrund stehen. Letztlich bedeutet das aber auch, die Motivation der  Mitarbeiter sicher zu stellen. Daher müssen Sie ihre Situation gegenüber der Geschäftsleitung plausibel darstellen können.

Im nächsten Blogbeitrag geht es um die Strukturierung von Konflikten.
Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

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Mitarbeiterführung, Training, Coaching, Teamwork, Teamführung, Management, Führungskompetenz, Projektmanagement, Führungskräfte, Handlungssicherheit, Handlungskompetenz