Verbindlichkeit – ein Joker in der Führungsarbeit?

11.07.2011

In der Ausbildung wird den angehenden Industriemeistern viel Information über “Zusammenarbeit im Betrieb”, “Personalführung” und “Personalentwicklung” vermittelt – ich habe es ja selbst lange genug als Dozent mit viel Freude und Engagement praktiziert. Trotz allem Praxisbezug und vielen Übungen bleibt doch viel Unsicherheit bei den Teilnehmern bestehen, wie jetzt “gute Führungsarbeit” für sie persönlich zu gestalten ist.

Ein Indiz für gute Führung ist sicherlich, wenn Ihre Mitarbeiter Ihnen vertrauen und einschätzen können, woran sie mit Ihnen sind.

Daher ist so wichtig, dass Ihre persönlichen Führungsrichtlinien eindeutig, transparent und vor allem verbindlich sind. Damit sorgen Sie auch bei “Künstlern” und “jungen Kreativen” unter Ihren Mitarbeitern für Klarheit und Orientierung.

Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern” – dieser Ausspruch wird ja dem ersten deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer zugeordnet. Die Äußerung oder noch schlimmer das leben dieses Ausspruchs ist in der Mitarbeiterführung grundsätzlich möglich – aber tödlich.

Für welche Werte und Normen wollen Sie sich in Ihrer Führungsstil “breit machen”?

Nehmen Sie sich am Feierabend oder noch besser am Wochenende Zeit und legen Sie für sich selbst fest, welche Führungsmaxime für Sie wesentlich sind. Sorgen Sie für Struktur in Ihrem Führungsverhalten.

Beispiel: Mein Führungsstil soll durch folgende Kriterien geprägt sein:

  • Respekt gegenüber allen meinen Mitarbeitern
  • Aufbau von Vertrauen
  • Informationen sind in erster Linie eine Bringschuld
  • Maximum an Ehrlichkeit
  • Fähigkeit zur Kommunikation
  • Loyalität
  • Bereitschaft zum Konflikt
  • Fähigkeit zur Delegation

Egal, was Sie für sich persönlich auf Ihre Liste gesetzt haben, verschaffen Sie sich Klarheit darüber, was das für Ihre Führungsarbeit bedeutet.

  • Ein ist klar, Sie sind das Vorbild – alle Regeln gelten damit auch für Sie. Wenn Sie sich nicht 1 zu 1 an die Regeln halten, können Sie sie auch gleich in “Rundablage” entsorgen. Wenn Regeln lediglich Makulatur sind, wird sich keiner daran halten. Wer etwas von Mitarbeitern verlangt, muss es selbst vorleben wollen und können.
  • Kommunizieren Sie die “Spielregeln” an Ihre Mitarbeiter. Dabei können Sie sie als “Leitbild” vorschlagen oder mithilfe Ihrer Mitarbeiter weiter entwickeln. Wesentlich ist dabei, dass alle Mitarbeiter – in allen Schichten – über die “Spielregeln” für sie verständlich informiert sind. Es empfiehlt sich eine schriftliche Fixierung und eine Unterzeichnung von allen Mitarbeitern – das schafft Verbindlichkeit.
  • Machen Sie deutlich, wenn eine Regelverletzung droht, getreu dem Motto: bis hierhin und nicht weiter. Machen Mitarbeitern ist nicht bewusst, dass sie im Begriff sind, eine “Spielregel” zu verletzen.
  • Wenn Regeln verletzt werden ist eines erforderlich – Konsequenz im Handeln. Ermahnen Sie, führen Sie ein Kritikgespräch, mahnen Sie ab oder kündigen Sie in letzter Konsequenz. Machen Sie sich vorab über mögliche Sanktionen ausreichend Gedanken. Angedrohte Sanktionen, die nicht durchgeführt werden sind mehr als flüssig – nämlich überflüssig. Wenn Sie die Verletzung einer Regel einmal nicht sanktionieren, müssen Sie seht plausibel erklären, warum gerade hier und jetzt keine Konsequenzen erfolgen.
  • Regeln können auch durch einen “Leitungsträger” oder einen “Liebling” verletzt werden. Halten Sie die Disziplin ohne Ansehen der Person aufrecht. Es ist inakzeptabel, dass manche Mitarbeiter Regeln einhalten müssen, die andere nicht beachten brauchen. Das torpediert die Moral und die Motivation Ihrer Mitarbeiter.Tipp: Schaffen Sie deshalb mit Ihren Führungskollegen in zentralen Punkten Einigkeit über ein gemeinsames Führungsverständnis.

Ihre Mitarbeiter möchten sich grundsätzlich darauf verlassen können, dass nicht augenblicklich ein Verhalten akzeptiert oder sogar anerkannt wird, wofür sie zukünftig gerügt oder abgemahnt werden.

Konkret bedeutet das: Mitarbeiter wünschen sich eine “straighte” und vor allem gerechte Führungskraft.
Das erfordert vor allem: “Was heute gilt, muss auch morgen gelten!

Wenn Sie ergänzende Beiträge, Impulse oder konstruktive Kritiken für mich haben – wie immer, jederzeit und gern!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] – speziell in der Mitarbeiterführung

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Wolfgang Natzke Wollen wir uns nicht verXINGen?

Entscheidungskompetenz – ja bitte!

04.07.2011

Als Industriemeister müssen Sie im Tagesgeschäft häufig Entscheidungen treffen – ein Merkmal für eine Führungskraft. Entscheidungen, die Ihre Karriere beeinflussen aber auch Ihre Mitarbeiter mittelbar oder unmittelbar betreffen.

Wie so häufig kommt es darauf an, WIE Sie eine Entscheidung herbeiführen – und WIE Sie sie dann an die “Mannschaft” kommunizieren. Nur wenn Sie aufrichtig überzeugt sind, können Sie auch Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begeistern.

Auch auf politischer Ebene ist Entscheidungskompetenz angesagt -
das “Schwarz-Gelb-Fieber”:

Entscheidungskompetenz ist deshalb von großer Bedeutung für Sie, daher…

  • haben Sie Mut zum UNperfektionismus
    Erheben Sie nicht den Anspruch der 100%-tigen Informiertheit, was i.d.R. zu einer zeitlichen Verschleppung von notwendigen Entscheidungen führt.
    Veränderungsansatz
    :
    Lassen Sie die längst gemachte Erkenntnis zu, dass der Tag, an dem Sie alle Informationen vorliegen haben, nie kommen wird!
    Daher legen Sie einen für sich akzeptablen Info-Status fest. Dabei kann Sie ein persönlich knapp Zeitlimit unterstützen, indem es verhindert, dass Sie sich mit unwesentlichen Aspekten beschäftigen.
  • trenne Sie sich von der Absicherungsmentalität
    Um eine Fehlentscheidung zu vermeiden holen Sie sich möglichst viele “Experten” ins Boot. Dadurch werden Entscheidungen verlagert, nach allen erdenklichen Konsequenzen untersucht und nach allen Seiten hin abgesichert – aber nie getroffen.
    Veränderungsansatz:
    Es liegt in der Natur der Sache, dass eine Entscheidung auch das Restrisiko einer Fehlentscheidung beinhaltet. Sie können nicht alles 3-fach absichern. Betreiben Sie besser die Risikoanalyse: “Welchen Konsequenzen hat es, wenn Sie falsch oder gar nicht entscheiden?”. Häufig ist die Verschleppung einer Entscheidung weitaus schlimmer, als eine Fehlentscheidung.
  • akzeptieren Sie mögliche Fehlentscheidungen
    Um keine Fehlentscheidung zu treffen entscheiden Sie lieber gar nicht – getreu dem Motto: “Wenn ich nichts mache, mache ich schließlich auch keine Fehler.”
    Veränderungsansatz:
    Eine Führungskraft die eine Fehlentscheidung trifft, ist grundsätzlich besser, als eine  entscheidungsunfähige Führungskraft. Wer sich entwickelt macht Fehler – verinnerlichen Sie das bitte. Denken Sie über die Frage nach: “Was kann mir “worst case” passieren?”
  • haben Sie den Mut eine getroffene Entscheidung zu revidieren
    Ist Ihre Entscheidung getroffen, so beharren Sie nicht auf ihr und verteidigen sie mit allen Mitteln – besonders nicht, wenn sie falsch war.
    Veränderungsansatz:
    Besitzen sie die Souveränität, sich gegen eine (Ihre) getroffene Entscheidung zu stellen, wenn Sie zu der Erkenntnis gelangen, dass sie falsch ist. Stehen Sie zu der Revidierung und kommunizieren Sie das offen gegenüber Ihren Mitarbeitern. Folgende Fragestellung kann hilfreich sein: Wie würden Sie die Entscheidung bewerten, wenn sie ein anderer – z.B. Ihr Vorgesetzter – getroffen hätte? Für den Fall, dass Sie eine Korrektur der Entscheidung für sinnvoll erachten, zögern Sie nicht mit der Revidierung der Entscheidung.

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Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] – speziell bei Entscheidungen

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Professioneller Umgang mit Kritik

23.06.2011

Der Umgang mit Kritik ist für die meisten von uns eine wirkliche Herausforderung. Kritik schmerzt dann besonders stark, wenn der Kritisierte sich in seiner gesamten Person in Frage gestellt fühlt. In der Regel können wir umso schlechter mit Kritik umgehen, je weniger wir uns selbst Fehler verzeihen können und umso geringer unser augenblickliches Selbstwertgefühl ist.

Was ist schlimmer, als kritisiert zu werden? Unprofessioneller Umgang mit Kritik!

Letztendlich entscheiden Sie ja darüber,

  • wie ernst Sie die Kritik und
  • die Person des Kritikers nehmen und
  • welche Stellenwert die Kritik für Sie hat.

Wenn Sie jetzt einmal Ihre bisherige Verhaltensweise bei Kritik reflektieren, zu welcher der drei archaischen Verhaltensweisen tendieren Sie eher?

  • Flucht - schneller, unkontrollierter Rückzug mit flankierendem Beleidigt sein
  • Kampf - gedankliche Einleitung eines rhetorischen Gegenangriffes
  • Totstellen - völlige Ignoranz der Kritik

Sind diese Verhaltensansätze empfehlenswert?
“Wer sich über Kritik ärgert, gibt zu, dass sie verdient war.” – Tacitus

Welcher Umgang ist vorteilhaft für Sie?

Mit Kritik “richtig” umgehen zu können ist eine wichtige Fähigkeit für Ihr seelisches Wohlbefinden, Ihren beruflichen Erfolg und für Ihre sozialen Beziehungen. In vielen Fällen lohnt es sich, wenn Sie Ihrem Kritiker genau zuhören.

Der professionelle Umgang mit Kritik ist erlernbar - auch für Sie!

Worauf sollten Sie achten wenn Sie zukünftig kritisiert werden und welcher vorteilhafte Umgang ist anzustreben?

Die TOP10 der Tipps zum Umgang mit Kritik:

  • Kritik begrüßen – Kritik ist immer eine Chance
    Wenn Sie Kritik als “Präsent” bewerten, ist sie weniger verletzend, sondern bietet die Chance zu wachsen.
    (Geschenke können auch zurückgewiesen werden – siehe die letzten drei Tipps! )
  • Feedback fordern – Öfter mal nachfragen
    Bitten Sie Menschen, die Ihnen wichtig sind, häufiger um Feedback.
  • “Danke” sagen – Feedback wertschätzen
    Bedanken Sie sich bei Ihrem Gesprächspartner, zum Beispiel mit den Worten
    “Vielen Dank für Ihre Rückmeldung! Jetzt weiß ich, wie … “
  • Aktiv zuhören – Den Kritiker ernst nehmen
    Fassen Sie das, was bei Ihnen auf zwei Ebene ankommt – Gefühl und Inhalt – zu einer Frage zusammen.
  • Konkrete Aussagen fordern - Nach konkreten Beispielen fragen
    Zwingen Sie Ihren Gesprächspartner, konkret zu werden.
    (“Was genau oder wann genau habe ich …”)
  • Positiv übersetzen – Auf Pauschalkritik bitte reagieren
    Kritik entlädt sich häufig pauschal (immer, nie, jedes Mal, …).
    Das ungerechtfertigte Attacke ermutigt zu einem Gegenschlag – Vorsicht!
    Dieses Verhalten bestärkt Ihren Kritiker eher in seinem Standpunkt.
  • Zukunft im Blick – Nach vorne schauen
    Die Mehrheit der Kritiker schaut in die Vergangenheit – da ist nichts mehr zu ändern. Bieten Sie den Blick nach vorne und ermitteln Sie, was sich Ihr Gesprächspartner wünscht.
  • Kritik zurückweisen – Gegendarstellung liefern
    Wenn Sie sich dafür entscheiden die Kritik aus guten Gründen nicht anzunehmen, fassen Sie das bisher Gesagte zusammen und legen Sie Ihren Standpunkt dar.
  • Gegenschlag – Gekonnt kontern
    Auf “gemeine” öffentlich geäußerte Kritik können Sie pointiert bei weniger Sachlichkeit mit einem “Augenzwinkern” reagieren.
    Das bringt Sympathie und die Chance  im “kleinen Kreis” die Meinungsverschiedenheit zu klären.
  • Verunsichern – Den Kritiker in die Defensive drängen
    Falls Sie kein schlagfertiges Argument parat haben, probieren Sie einmal folgenden Satz aus:
    “Ihre Aussage ist hochgradig interessant. Sie verraten mehr über sich selbst, als es Ihnen bewusst ist.”
    Bei Nachfragen des Kritikers platzieren Sie folgenden Satz:
    “Reflektieren Sie bitte einmal das, was Sie gerade zu mir gesagt haben.”
    Das verunsichert – garantiert!

(Quelle: zehn.de)

Wenn Sie kritisiert werden, erinnern Sie sich bitte daran, dass die Kritik die Meinung des Kritikers ist, d.h. er will klarmachen “Das ist seine Sicht. Sie können es auch anders sehen”. Jedes Ding hat mindestens 2 Seiten. Welche ist die Richtige? Gibt es überhaupt eine richtige Seite? Der andere hat das Recht auf seine Sicht, Sie aber auch.

Die Berücksichtigung der obigen Kritiktipps sollte zu mehr Souveränität im Umgang mit Kritik führen – Schritt für Schritt.

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Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] – besonders im professionellen Umgang mit Kritik

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Konfliktlösung in 4-Stufen – Stolpersteine

06.06.2011

Im Gespräch mit Mitarbeitern sind wir uns häufig nicht bewusst, welche unerwartete Wirkung unsere Worte auf den Gesprächspartner haben können, was besonders für spontane Gespräche gilt. Gerade im hektischen betrieblichen Tagesgeschäft wird Sprache als vertrauter unreflektierten Prozess genutzt. Die Verwunderung ist immens, wenn die Gesprächssituation unvorhersehbar eskaliert, obwohl wir es im eigentlichen Sinne “nur wohlwollend gemeint” haben. Wir haben schlichtweg ignoriert, dass auch durch die gewählte Sprache Gewalt auf den Gesprächspartner ausgeübt werden kann, was als verbale und nonverbale Konsequenz Ablehnung und Widerstand bewirkt.

Das im letzten Blogbeitrag beschriebene 4-Stufenmodell nach Rosenberg unterstützt Sie dabei, Ihrem Gesprächspartner das Gefühl zu geben, weder bewertet noch abgewertet zu werden. Es genügt – eine einfache Bitte – wohl begründet und in ehrlicher Absicht zu formulieren.

Mögliche Stolpersteine

  • Wer eine Bitte äußert, muss Klarheit darüber haben, dass er dem andern die Option zugesteht, dass der Bitte NICHT entsprochen wird. Das erfordert Akzeptanz, ansonsten wäre es keine Bitte, sonder eher ein Appell, der seinerseits verbale Gewalt ausüben würde.
  • Die tiefe innere Überzeugung, dass “gewaltfreie Kommunikation” generell schon funktioniert, nur eben nicht bei dem Menschen, mit dem Sie gerade in einen Konflikt verwickelt sind. Auch wenn Sie schon  alle Register zur Konfliktklärung gezogen haben, zweifeln Sie nicht, sonder wagen Sie einen Versuch – es lohnt!

Vermeiden Sie …

  • Kritik: “Ihr Standpunkt ist falsch, das müssen Sie so sehen …”
  • Wertungen: “Sie sind …”
  • Interpretationen: “Sie machen das, weil …”
  • Sanktionen: “Wenn Sie nicht …, dann …”
  • Statusdenken: “Sie müssen doch einsehen, dass ich als Meister …”

Der Weg

Trainieren Sie sich darin,

  • vermehrt auf die Gefühle des Gesprächspartners zu achten,
  • stärker die Bedürfnisse des Gesprächspartners herauszufinden,
  • Interpretationen von Fakten zu trennen,
  • häufiger zu bitten, anstatt zu fordern.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung und die nötige Ausdauer.

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] – besonders in der Konfliktbearbeitung

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Konfliktlösung in 4-Stufen

03.06.2011

Auch für den Industriemeister kommt die Zeit der Konflikte und Meinungsverschiedenheiten mit seinen Mitarbeitern oder Vorgesetzten. Es sind in der Regel stark emotional geführte Gespräche, wobei die Ursachen häufig in Missverständnissen, Überforderung, Zeitdruck, Intoleranz und natürlich auch in scheinbar konträren Meinungen und/oder Glaubensgrundsätzen liegen können.

Konflikte sind in der Zusammenarbeit von Menschen jedoch Normalität und sorgen für die Weiterentwicklung eines Unternehmens. Sie können unter gewissen Voraussetzungen sogar die “Quelle” für einen geschäftlichen Erfolg sein. Daher ist ein professioneller Umgang mit Konflikten und den zu erarbeitenden Lösungsansätzen sowohl sinnvoll, als auch notwendig.

Es gibt viele Konfliktlösungsstrategien, wobei die von dem international anerkannten Konfliktforscher und Mediator Dr. Marshall B. Rosenberg sehr leicht erlernbar ist. Bei dem von Rosenberg entwickelten 4-Stufen-Modell geht es nicht darum, seine eigenen Interessen mit aller Macht durchzusetzen, sondern der Gesprächspartner hat die freie Wahl, dem Konfliktpartner einen Wunsch zu erfüllen oder nicht. Er unterstellt dabei, dass die meisten Menschen gern einem anderen Menschen einen Wunsch erfüllen – wenn es in ihrer Macht steht und – wenn der Wunsch als ehrliche Bitte geäußert wird.

Konfliktlösung nach dem Vier-Stufen-Modell

Es geht bei diesem Ansatz zur Konfliktlösung darum, durch eine empathische (einfühlende) Sprache Konflikte “friedlich” zu lösen und dabei gleichzeitig die Beziehung zum “Konfliktpartner” lebendiger zu gestalten. Die Methode hat durchaus eine größere Erfolgschance, als die uns mehr vertraute “gewalttätige” Sprache, da sie bei allen Menschen eher Abwehr und Widerstand hervorruft.

Nun zu den zu durchlaufenden vier Stufen:

Stufe 1:
Objektive Beschreibung des Sachverhalts

Stufe 2:
Wahrnehmung und ehrliche Formulierung der eigenen Gefühle

Stufe 3:
Darstellung der eigenen Bedürfnisse, des eigenen Wertesystems, also dem Grund, weshalb der Konflikt entstanden ist

Stufe 4:
Konkrete Bitte aussprechen

Ein Beispiel: Ein Mitarbeiter von Ihnen räumt sein Werkzeug nicht weg.

Was sagen Sie ihrem Mitarbeiter?

  • “Sie sind so was von schlampig, nie räumen Sie ihr Werkzeug weg.”

oder

  • “Ihr Werkzeug liegt am Arbeitsplatz herum. Ich ärgere mich sehr darüber, weil die Abteilung dadurch unordentlich wirkt. Ich wünsche mir von Ihnen, dass Sie ihr Werkzeug wegräumen, wenn Sie es nicht mehr benötigen.”

Welche Ansprache erzielt wohl mehr ziel führende Wirkung beim Mitarbeiter?

Lassen Sie uns die zweite Aussage doch einmal gemäß der vier Phasen analysieren.

Stufe 1 – Sachverhalt: Das Werkzeug liegt herum
Stufe 2 – Gefühl: Ärger
Stufe 3 – Bedürfnisse: Sie wollen, dass die Abteilung ordentlich und aufgeräumt ist
Stufe 4 – Bitte: Nicht benötigtes Werkzeug wegräumen

Um die möglichen Stolpersteine bei dieser Konfliktlösungsstrategie geht es im nächsten Blogbeitrag.

Unabhängig davon können dauerhaft ignorierte Konflikte bei Ihren Mitarbeitern zu Demotivation und im Extremfall sogar zu Erkrankungen, wie dem Burnout-Syndrom führen.

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] – besonders in der Konfliktbearbeitung

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Der Mensch macht’s

25.05.2011

Gerade für den Industriemeister kommt es auf die Menschen – seine Mitarbeiter – an.

Produkte und Dienstleistungen erfahren einen Großteil ihrer Wertschöpfung an der Basis durch die Mitarbeiter an der Basis. Ebenso werden jene Produkte und Dienstleistungen wiederum beim Kunden in der Regel von dessen Mitarbeiter an der Basis benötigt und eingesetzt.

Offensichtlich ist es extrem relevant, was jeder einzelne Mitarbeiter an der Basis tatsächlich tagtäglich tut.

Es sind Fragen, wie “Tut er das Richtige?” oder “Führt er diese richtigen Tätigkeiten auch richtig durch?”, die es zu beantworten gilt.

Das Handeln und Verhalten der Mitarbeiter an der Basis wird maßgeblich durch Ihre Führungskultur als Industriemeister bestimmt. Führung bedeutet dabei, Menschen auf ein Ziel hin zu führen. Dieses “Ziel” wird immer häufiger als die kostengünstige Generierung eines vom Kunden wahrgenommenem Nutzen verstanden. Sollte Ihnen das gut gelingen, ernten Sie als logische Konsequenz messbaren Erfolg. Erfolg ist, wenn erfolgt, was Sie wollen!

Die Kombination macht’s

Durch eine Bündelung von Fachkompetenz und Führungskompetenz können Sie den Erfolg steigern. Ihre Mitarbeiter an der Basis verfügen über die notwendige Fachkompetenz welche sich durch die korrekte Durchführung der Tätigkeiten bemerkbar macht. Ihre Führungskompetenz dokumentiert sich darin, dass von Ihren Mitarbeitern das Richtige getan wird.

Die überaus spannende Frage lautet nun, wie ist Ihre Führung zu gestalten, damit kontinuierlich von allen Mitarbeiter das Richtige richtig getan wird?

Vor einigen Tagen habe ich eine Reportage gesehen, die das Managerseminar Dirigieren & Führen vorstellte, indem sich die Teilnehmer im dirigieren eines Orchesters übten. Ein grandioser Ansatz, denn Ihre Aufgabenstellung ist durchaus mit einer Orchesterführung vergleichbar. Genau wie Sie, verfügt der Dirigent über eine Vielzahl von “Experten”. Jeder dieser “Experten” ist ein Virtuose auf seinem Instrument und ein Könner auf seinem Gebiet. Das allein reicht jedoch nicht für ein erfolgreiches Konzert. Hierfür ist ist es erforderlich, dass ein gemeinsames Stück in gemeinsamer Inszenierung gespielt wird. Gelingt es dem Dirigenten in einer begrenzten Zeit nicht, diesen Konsens herzustellen, alle Beteiligten für das aufzuführende Stück zu gewinnen und gemeinsam das angestrebte Ziel durch Professionalität aller “Experten” zu erreichen, werden die Kunden – das Publikum – enttäuscht sein und in Zukunft andere Aufführungen besuchen. Langfristig wird sich das Orchester auflösen, da den Kosten keine Umsätze gegenüberstehen.

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

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Die TOP10 Führungstipps

02.05.2011

Unsere Fachkompetenz erwerben wir in einer umfangreichen und häufig aufgestockten Aus- und Weiterbildung. Der Begriff um das lebenslange Lernen hat längst Einzug in unseren Sprachgebrauch und in unsere Erkenntnis der Notwendigkeit gehalten. Nur an einer qualifiziert erlernten Führungs-Ausbildung mangelt es Führungskräften in Deutschland noch immer! Warum ist das so? Mitarteiterführung ist doch kein Mysterium oder Voodoo, sondern ein erlernbares Handwerk.

Die frohe Botschaft lautet daher: Führung ist erlernbar – auch für Sie.

Worauf sollten Sie achten um Ihre Mitarbeiter nachhaltig zu motivieren damit gemeinsam die gewünschten Ziele erreichbar werden?

Hier ist sie – die TOP10 der Führungstipps:

  • Vertrauen schenken – Positive Erwartungshaltung
    Trauen Sie Ihren Mitarbeiter Gutes zu – vertrauen Sie
  • Vereinbarungen treffen – Mitarbeiter einbeziehen
    Finden Sie ein Ziel, dass dem Unternehmen und dem Mitarbeiter dient
  • Ergebnis zählt – Das “Wie” klärt der Mitarbeiter
    Ihre Mitarbeiter wissen, welche Mittel und Ressourcen sie benötigen, um das Vereinbarte zu erreichen
  • Stärken im Blick – Schwächen akzeptieren
    Konzentrieren Sie sich auf die Stärken Ihrer Mitarbeiter – akzeptieren Sie Schwächen, die im Arbeitsergebnis nicht hinderlich sind
  • Prioritäten setzen - Klarheit vermitteln
    Schaffen Sie Klarheit bei Ihren Mitarbeitern, was Pflicht und Kür ist
  • Positiv denken – Phantasie beflügelt
    Prüfen Sie Ihre Einstellung zu Aufgaben, denn sie beeinflusst die Ihrer Mitarbeiter nachhaltig
  • Wechselwirkungen sehen – Was ist mein Anteil daran?
    Modifizieren Sie bei “Mitarbeiterproblemen” Ihre eigenes Verhalten
  • Job-Gestaltung – Blick für Talente
    Prüfen Sie, ob durch Umgestaltung des Jobs oder anderen Mitarbeitereinsatz ein besseres Resultat möglich ist
  • Herausfordern – Abwechslung für die Mitarbeiter
    Bieten Sie Herausforderungen gegen lähmende Langeweile an
  • Offenheit – Kein Theater spielen
    Schaffen Sie sich Zeit für Wesentliches, indem Sie so offen und ehrlich wie möglich zu Ihren Mitarbeitern sind

(Quelle: zehn.de)

Die Berücksichtigung der obigen Führungstipps sollte Ihnen deutlich mehr Nähe und Akzeptanz bei Ihren Mitarbeitern verschaffen – Schritt für Schritt.

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Ihr Wolfgang Natzke

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Verantwortungsbereitschaft beim Mitarbeiter – wie geht das?

27.04.2011

Haben Sie auch Mitarbeiter, die sich lieber jede Kleinigkeit von Ihnen als Industriemeister absegnen lassen, bevor sie selbst die Verantwortung übernehmen? Eine von Ihnen vielleicht angestrebte Entlastung, durch Übernahme von Verantwortung über den jeweiligen Arbeitsplatz des Mitarbeiters hinaus – völlige Fehlanzeige! Was ist also zu tun?

Mit den alten Waffen wie die Ausübung von Druck und/oder Autoritätsgehabe können Sie nicht wirklich punkten, wenn Sie Eigenverantwortung bei Ihren Mitarbeitern entwickeln wollen. Durch strikte Anweisungen bieten Sie Mitarbeitern sogar die Chance, die Verantwortlichkeit, falls etwas in die Hose geht, auf Sie abzuwälzen. Ja – wie denn sonst?

Über die Bande spielen – der weitaus erfolgreichere Weg – nicht nur beim Billard

Durch passende offene Fragestellungen – Fragen die eben nicht nur mit einem simplen Ja oder Nein zu beantworten sind -  können Sie das Verantwortungsgefühl bei vielen Ihrer Mitarbeiter auf indirekte Art und Weise steuern.  Es müssen dabei individuelle, auf den jeweiligen Mitarbeiter abgestimmte Fragen sein, die Ihn selbst zum Denken und konsequentem Handeln motivieren.

Ein Beispiel:

“Wie, Herr Schlämmer, würden Sie die Aufgabe Durchlaufoptimierung in der Galvanik lösen, wenn Sie völlig frei Hand hätten?
Haben Sie eine smartere Idee, als die konventionellen Ansätze?

Durch eine derartige Fragestellung können Sie die Delegation von Verantwortung durchaus charmant vorbereiten.

Struktur durch die 5-W-Fragen

Die folgenden Fragen helfen Ihnen dabei, die Vorbereitung zur  Bereitschaft von Eigenverantwortung strukturiert vorzubereiten.
Folgende Fragen beantworten SIE Ihren Mitarbeitern, in dem Sie eindeutige Aussagen treffen und klare Vorgaben machen:

  • Was-Frage: Was muss getan werden?
  • Wann-Frage: Bis wann muss etwas getan werden?
  • Warum-Frage: Warum muss oder sollte etwas getan werden?

Die folgenden Fragen beantworten Ihre Mitarbeiter:

  • Wie-Frage: Wie soll die Aufgabe ausgeführt werden?
  • Womit-Frage: Welche Mittel werden benötigt, um die Aufgabe erfolgreich auszuführen?

Ergänzende Hinweise:

Fragen 1-2
In der Regel erhalten Mitarbeiter auf die Was- und Wann-Frage für sie sehr klare und befriedigende Angaben .

Frage 3
Die Angaben zur Warum-Frage wird häufig nicht so ganz befriedigend für Ihre Mitarbeiter ausfallen. Hier müssen Sie als Führungskraft eine ebenso klare und deutliche Aussage machen und den unternehmerisch übergeordneten Zusammenhang, in den die Aufgabe integriert ist, verdeutlichen. Damit fällt es Mitarbeitern häufig viel leichter, ihre Verantwortung für das große Ganze deutlicher zu erkennen.

Frage 4
Die Wie-Frage lassen Sie Ihre Mitarbeiter selbst beantworten. Denn wenn ein Mensch einen eigenen Lösungsweg erarbeiten darf, übernimmt er damit automatisch auch Verantwortung für das Resultat.

Frage 5
Das gilt auch für die Womit-Frage. Ihre Mitarbeiter können in der Regel sehr gut selbst einschätzen, welche Mittel und Ressourcen sie benötigen, um ein vereinbartes Resultat zu erzielen.

Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass Ihre Mitarbeiter auch mit den nötigen Kompetenzen ausgestattet sind, um die gewünschte Verantwortung übernehmen zu können.

Durch diese Vorgehensweise stärken Sie die Eigenverantwortung Ihrer Mitarbeiter und behalten die Hauptregie doch in Ihrer Hand.

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Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] – insbesondere in der Delegation von Verantwortung

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Erfolg-versprechender Motivationskontext

18.04.2011

Es fasziniert mich doch immer wieder zu beobachten, zu welchen Aktivitäten und damit häufig einhergehender Anstrengungen Menschen in ihrer Freizeit ohne jeglichen Druck  fähig sind. Auch die Übernahme von arbeitsintensiven Ämtern und Diensten in Vereinen, Organisationen, Parteien und anderer ehrenamtlicher Tätigkeiten stellen offenbar keine Hürde dar – manchmal sogar bis zur Selbstaufopferung und Bedrohung der eigenen Familiensituation.

Die eigentlich interessante Frage ist aber für mich:
“Was hindert Menschen, solch phantastisches Engagement so selten in ihrem Job zu entwickeln?”

Die folgende mögliche Antwort erscheint mir manches mal schon zu simpel zu sein. Der Mehrheit der Menschen ist es eben offenbar weniger wichtig, ob es richtig ist, sondern viel mehr was es ihnen nützt und/oder ob es befriedigend für sie ist.

Wenn ich mich an meine aktive Zeit als Arbeitnehmer zurück erinnere,  so haben mir einige direkte Führungskräfte meine tief empfundene Freude am Job aktiv nachhaltig verdorben. Reinhard K. Sprenger hat das so treffend in folgende Worte gefasst: “Menschen kommen zu Unternehmen, aber sie verlassen Vorgesetzte!”

Daraus folgt doch, dass nur diejenige Führungskraft wirkliche Mit-Arbeiter hat, die es versteht, die jeweils passende kontextbezogene Rahmenbedingung zu schaffen. Solche Mitarbeiter sind hochgradig motiviert und voller Begeisterung für ihre jeweilige Tätigkeit. Es sind eben Fans – die wiederum Fans machen. Wo das nicht zutrifft, gilt es zu klären, ob dieser Mitarbeiter in dieser Position und/oder an der richtigen Aufgabe beteiligt ist. Eventuell sind es auch einfach ungeklärte Konflikte im täglichen Arbeitsumfeld oder gelegentlich ist es eben auch nur nicht der passende Mitarbeiter.

Zur Führung gehört auch die Übernahme von Verantwortung und die Fähigkeit Entscheidungen treffen zu können. Daher dürfen sich Führungskräfte der Sicherstellung der Leistungserbringung sowie der Forderung & Förderung aller ihrer Mitarbeiter nicht entziehen.

Durchaus motivierende Rahmenbedingungen sind:

  • Verständlich kommunizierte, klare Unternehmensziele
  • daraus abgeleitete, klare Teilzielaufgaben für die jeweilige Führungskraft
  • Gefördertes aktives Mitwirken an der Ausarbeitung von Team- und Abteilungszielen
  • Klarheit über Erwartungen der beteiligten Teams
  • Berücksichtigung der Werte mit sich daraus ergebenden verbindlichen Regeln
  • Effektive Feldbackgespräche auf partnerschaftlicher Ebene

Mein Leitspruch als Führungskraft war:
“Mache DEINE Mitarbeiter erfolgreich und DU wirst selbst erfolgreich sein!”

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Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] – nachhaltig in der Mitarbeitermotivation

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Innere Kündigung – gibt es Notausgänge?

28.03.2011

In diesem Blogbeitrag geht es als Abschluss zum Thema “Innere Kündigung” um mögliche Vermeidungsstrategien bzw. Auswege aus der inneren Kündigung.

Letztendlich sind die Gründe für eine Innere Kündigung sehr individuell und ihr Ursprung auf unterschiedlichsten Ebenen zu finden. Daher scheiden Lösungen von der Stange – Standardlösungen – im Vorfeld generell aus, vielmehr gilt es, einen individuellen Fluchtweg für den Betroffenen zu finden. Diese Fluchtmöglichkeit muss aber zwingend an den persönlichen Ursachen anknüpfen, da ansonsten die Wirksamkeit eher zweifelhaft ist.

Ich habe nachfolgend ein paar Ansätze zusammengetragen, wobei  diese lediglich als Inspiration zu verstehen sind.
Dauerhaft Betroffenen empfehle ich wohlwollend professionelle Hilfe, wie z.B. durch einen Coach oder Psychologen, in Anspruch zu nehmen.

Notausgänge für die  inneren Kündigung

  • Profiling-Instrumente effektiv nutzen

    Durch konsequente Anwendung unterschiedlichster Profiling-Instrumente kann seitens des verantwortlichen Personalmanagements ein Maximum an Übereinstimmung zwischen den Unternehmenszielen und den Zielen des jeweiligen Mitarbeiters ermittelt werden. Die Suche nach völliger Übereinstimmung ist eher aussichtslos – präventive Konfliktvermeidung kann auf diese Weise jedoch in vielen Fällen erfolgversprechend umgesetzt werden.

  • Sinnhaftigkeit – ein Angebot für Suchende

    Den Wert Sinnhaftigkeit im Tun verfolgt meiner Erfahrung nach die Mehrheit der Mitarbeiter. Wenn jetzt aber die Ausrichtung oder Vision des Unternehmens weder erkennbar oder noch schlimmer für unrealistisch gehalten wird, sind Mitarbeiter geneigt ihr Engagement nach unten zu korrigieren – man richtet es sich eben ein.
    Hier schafft ein transparentes und konkretes Zukunftsbild motivierende Abhilfe. Eine durch eine Vision verbundene Mannschaft lässt Mitarbeiter zu Fans werden.
    Dieser Ansatz findet eine so wunderschöne Beschreibung in dem bekannten Zitat von Antoine de Saint-Exupéry:

    „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

    Darüber hinaus schaffen Visionen Gemeinschaft und Identität für das Tun.

  • Karriere-Endstationen – was dann?

    Wie sieht der typische Verlauf bei einem Mitarbeiter aus, der es bisher gewohnt war die Karriereleiter aufzusteigen und nun am “Anschlag” angelangt ist? Häufig ist ein verstärktes Engagement zu beobachten, da er diese Wahrheit für sich nicht zulässt. Erst ab dem Zustand der Bewusstheit, dass der vertraute Aufstiegt für ihn beendet ist, endet häufig im Prozess der Inneren Kündigung.

    Ein möglicher Ausweg liegt in der Erweiterung der bisherigen Tätigkeiten des Mitarbeiters, die motivierend wirken kann, wenn im Vorfeld die dafür nötigen Fähigkeiten überprüft wurden

Damit bin ich am Ende meiner kleinen Blogreihe zum Thema “Innere Kündigung” angelangt. Längst ist nicht alles dazu gesagt – wenn aber meine Zeilen einen Beitrag zur Sensibilisierung, Findung von Auswegen oder gar zur Prävention geleistet haben, dann waren sie nicht sinnlos.

Wenn Sie ergänzende Beiträge, Impulse oder Kritiken loswerden wollen – ich freue mich darauf!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

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