Sind Sie ein Umsetzungszwerg?

27.06.2011

Kennen Sie auch dieses Phänomen? Sie haben eine wirklich tollen Einfall, entwickeln die Idee weiter und konkretisieren die erforderlichen Maßnahmen – lediglich die Umsetzung bleibt mal wieder auf der Strecke. Die bittere Erkenntnis – Sie gehören zu der großen Gruppe der Umsetzungszwerge.

Vielen Menschen mangelt es aus den unterschiedlichsten Gründen an der nötigen Initiative und Ausdauer um ihre “gute Idee” Realität werden zu lassen. Dabei spiegeln Initiative und Ausdauer die persönliche Bereitschaft und Fähigkeit wieder,

  • Aktionen und Prozesse durch initiatives Handeln selbstbestimmt anzustoßen und
  • Maßnahmen einzuleiten, Aufgaben zu bearbeiten und Projekte durchzuführen auch gegen Widerstände und
  • beides über einen längeren Zeitraum hinweg bis zur Generierung von Resultaten durchzustehen.

Initiative und Ausdauer bilden dabei individuelle Kompetenzen, die im Sinne von Fähigkeiten und persönliche Eigenschaften stark durch Ihre  mentalen Einstellungen geprägt sind. Genau das macht ein Training dieser Kompetenzen so anspruchsvoll. Mit ein paar erlernbaren Arbeitstechniken und Kommunikationsregeln ist es eben nicht getan, da hier das kontinuierlich gewachsene Resultat von Erziehung, Ausbildung und viele Jahre Lebens- und Berufserfahrung sowie individuelles Temperament gegenüberstehen.

Auf der rein mentalen Ebene geht es primär um Ihre Einstellung zu Stagnation vs. Veränderung, Risikobereitschaft und Ihre “inneren Filter” (Metaprogramme), die bestimmen, wie Sie die Welt sehen. Wenn Sie Kenntnis über Ihre  “inneren Filter” haben, können Sie diese verändern. Ihre Metaprogramm können dabei kontextabhängig sein, d.h. zum Beispiel, im familiären Umfeld tendieren Sie zu einem WIR, während Sie im beruflichen Kontext zum ICH neigen. Jedes Metaprogramm hat im entsprechenden Kontext seinen Vorteil – keines ist besser oder schlechter.

Auf der Ebene der Methoden und Techniken bieten sich bewährte Vorgehensweisen wie z.B. aus dem Projektmanagement die Technik der Meilensteine an, um Ihre Eigeninitiative und Ausdauer zu fördern. Damit können Sie sich und/oder andere durch sinnvoll festgelegte Zwischenschritte und zwischenzeitlichen Erfolgserlebnissen auch über eine “längere Durststrecke” hinweg motivieren. Weiterhin können Sie Verträge – auch mit sich selbst – gestalten, die Sie in Entscheidungssituationen unterstützen.

Was bringen Ihnen Initiative und Ausdauer?

  • Sie können angestrebte Veränderungen i.d.R. schneller anstoßen und umsetzen, wenn Sie die dafür notwendigen Maßnahmen selbst in die Hand nehmen.
  • Sie machen sich durch Ihre gelebte Initiative und Proaktivität unabhängig(er) von Fremdentscheidungen, unvollständigen Informationen oder Verzögerungen.
  • Sie umschiffen das Gefühl der Demotivation, das sich aus dem Gefühl der Hilflosigkeit und Ausgeliefertheit gegenüber Fremdbestimmung oft einstellt.
  • Sie erhalten Wertschätzung und Anerkennung, weil Sie sich “durchbeißen” und “am Ball bleiben”, bis das angestrebte Resultat erreicht ist. Das wird von Ihren Mitmenschen mit Respekt verfolgt.
  • Sie sind weniger (negativ) gestresst, weil Sie in einem wachsenden Ausmaß selbst entscheiden, was Sie tun bzw. wann Sie es tun. Ihre Aktion macht Sie zu einem “Initiator”, “Macher” oder “Vorläufer” anstatt zu einem von Reaktion getrieben “Mit- oder “Hinterherläufer”.
  • Sie erreichen Ihre gesetzten Ziele durch ausgeprägte Ausdauer mit größerer Wahrscheinlichkeit.

Sind das nicht Argumente, für die es sich lohnt Veränderungen anzugehen?
Ergreifen Sie die Initiative durch proaktives Handeln und stellen Sie die Weichen auf Erfolg.

Ein flankierende Coaching zur Förderung Ihrer Eigeninitiative und der persönlichen Ausdauer versetzt Sie mehr und mehr in die Bereitschaft und Lage, kurz- und mittelfristig Abstriche in anderen Bereichen in Kauf zu nehmen, während Sie größere und langfristige Ziele anstreben.

Wenn Sie ergänzende Beiträge, Impulse oder konstruktive Kritiken für mich haben – jederzeit und wie immer gern!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] – speziell in der Umsetzung

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Konflikte – Innere Konflikte 3

06.04.2010

konflikte

Kennen Sie folgende Situation aus Ihrer Führungspraxis?

Einem gutem Mitarbeiter von Ihnen hat sich die Möglichkeit geboten, sich innerbetrieblich zu verbessern und Vorarbeiter in einer anderen Abteilung zu werden. Das dortige Aufgabenfeld ist für für ihn sehr interessant, aber die Kollegen in der Abteilung haben keinen guten Ruf. Die Handlungsalternative für Ihren Mitarbeiter wäre, er bleibt bei Ihnen in der Abteilung, in der er sich sehr wohlfühlt und seine Kollegen schätzt. Die Konsequenz daraus wäre, dass er weder eine berufliche Herausforderung noch die damit verbundene Lohnerhöhung bekommen würde.

Innere Konflikte (Intrapersonelle Konflikte)

Ihr Mitarbeiter muss sich zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden, wobei jede für sich betrachtet sowohl Vorteile als auch Nachteile beinhaltet. Welche Entscheidung er auch immer treffen wird, sie wir positive und negative Konsequenzen bewirken.

Dies ist die typische Problematik für die letzte Form eines inneren Konfliktes, dem Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt.

Zu den jetzt vorgestellten drei Arten von inneren Konflikten werden noch zwei Annahmen getroffen.

  • Je größer die persönliche Distanz zum Ziel, desto geringer wird die Anziehungskraft oder die Tendenz zur Vermeidung sein.Beispiel:
    Jemand, den Sie wertschätzen,  hat für Sie schon im Vorfeld Dinge abgeklärt, die eine mögliche Handlungsalternative ist. Diese Variante rückt damit näher, also erscheint Ihnen diese Möglichkeit positiver als die zweite Handlungsvariante . Damit wird die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie dafür für die erste Alternative entscheiden.
  • Distanziert man sich von einer Handlungsvariante, dann nimmt die Anziehungskraft langsamer ab als die Tendenz zur Vermeidung. Das bedeutet, die positiven Konsequenzen wirken länger, als die negativen, dies gilt vor allem für “Annäherungs-Vermeidungs-Konflikte”.Beispiel (Anwendung der Annahme auf das obige Eingangsbeispiel):
    Die positiven Konsequenzen, die mit der Vorarbeiterposition verknüpft sind (interessanter Arbeitsplatz, Gehaltserhöhung, Statuserhöhung) wirken stärker als die neuen Kollegen, je sicherer für ihn ist, dass er die angebotene Position tatsächlich bekommen kann.

Ihre Anregungen, Kritik oder Kommentare sind wie immer willkommen!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] - im speziellen in Konflikten

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Konflikte – Innere Konflikte 2

13.03.2010

konflikte

Vielleicht habe Sie folgende Situation auch schon selbst mehrfach er- und/oder  durchlebt:

Sie hatten eine extrem wichtige Terminaufgabe persönlich zu bearbeiten, die bis Freitagnachmittag zwingend zu erledigen war, haben dies aber wegen des “tobenden Tagesgeschäftes” nicht geschafft. Nun müssen Sie entweder Ihrem Vorgesetzten gegenüber verantworten, was sicher nicht angenehm wird, oder aber Sie müssen erheblich länger im Unternehmen bleiben. Wahrscheinlich ist auch das Wochenende mit der Familie gefährdet, womit noch ganz andere Nachteile für Sie verbunden wären.

Innere Konflikte (Intrapersonelle Konflikte)

Welche Alternative Sie auch wählen, Sie haben in beiden Fällen mit unangenehmen Konsequenzen zu rechnen.

Dies ist ein typisches Beispiel für die absolut frustrierende Form eines

Vermeidungs-Vermeidungs-Konfliktes auch
Aversions-Aversions-Konflikt genannt

Ganz allgemein gesagt, besteht folgende Problematik:

Sie müssen sich zwischen zwei Varianten entscheiden, die beide für Sie negativ besetzt sind, die Sie beide nur allzu gern vermeiden möchten.
Häufig handelt es sich bei dieser Konfliktform um gegensätzliche Verpflichtungen aus Ihrer Position heraus (“Der Industriemeister – das Beef im Burger?”).

Von einem Dilemma kann dann gesprochen werden, wenn die Situation unvermeidbar ist. Sie haben keine Chance “dem Übel” auszuweichen.

Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Anregungen, Kritik oder Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] - wie immer

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Die Steine auf dem Weg nutzen

03.03.2010

konflikte

Heut möchte ich Ihnen Geschichte zum Thema Konflikte weitergeben, die mir in vielen meiner Konfliktsituationen behilflich war:

Ein Priester, ein Rabbi und ein Mönch sitzen unweit vom Strand in einem Boot.
Sie unterhalten sich. Die Zeit vergeht und der Rabbi beschließt an Land zu gehen.
Er steigt aus dem Boot und läuft über das Wasser zum Strand.
Der Priester staunt nicht schlecht. Nach kurzer Zeit folgt der Mönch dem Rabbi.
Er steigt aus dem Boot, läuft über das Wasser an Land.
Der Priester ist fassungslos, lässt sich aber nicht beirren und denkt :
” Das bekommt ich doch wohl allemal hin. Er reckt sich empor, steigt aus dem Boot und … fällt ins Wasser.
Die beiden am Strand sehen staunen zu und nachdem sie sich vom Lachen erholt haben der ruft ihm der Rabbi zu:

“Hey, auf die Steine musst du schon treten”.

Was hat mir diese Geschichte mitgeteilt?

Bewahre deinen Humor, besonders in Konfliktsituationen und besinne dich auf das, was in dieser konkreten Situation – im Hier und Jetzt, also im Augenblick – wirklich relevant ist.
Die “Steine”, die den Weg zum Ufer erst ermöglichen, vergessen wir mitunter – sowohl zu suchen als uns auch an sie zu erinnern. Die Steine können in unterschiedlicher Form vorliegen. Manchmal ist es  der Ton, der die Musik macht, manchmal die Ehrlichkeit und Offenheit, manchmal der Umfang an Zeit, die wir uns nehmen und häufig genug die richtige Methode, die uns zum Ufer kommen lässt.
In der Ruhe und dem Bewahren der Übersicht liegt die Kraft.

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] – gerade in Konflikten

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Lebensnotwendiger Luxus: die Lösung innerer Konflikte

14.02.2010

Ich freue mich, Antonia Anderland, die Inhaberin eines Beratungs- und Trainingsunternehmens mit Sitz am Bodensee, das erfolgreich in der Tradition der systemischen Organisationsberatung und des ressourcenorientierten Coachings arbeitet, für den folgenden Blogbeitrag gewonnen zu haben.

Lebensnotwendiger Luxus: die Lösung innerer Konflikte

Von Gastautorin Antonia Anderland

“Wie geht es Ihnen eigentlich… wirklich?” Wie ausführlich würden Sie hierauf antworten – und wie aufrichtig?
Die meisten Führungskräfte stecken in der ständigen Klemme zwischen chronischem Zeitmangel, akuten Anforderungen des operativen Geschäfts und Spannungsfeldern, die trotz der knappen Ressource Zeit (und meist zu unpassendstem Zeitpunkt!) Aufmerksamkeit verlangen.
Neben Konflikten mit der Außenwelt (Mitarbeitern, Kollegen, Geschäftspartnern, Kunden, häuslichem Umfeld) sind es nicht selten innere Konflikte, die zusätzlich Stress erzeugen.

Typische Felder für inneren Konflikt

Zum Zerreißen gespannt kann die innere Situation durch z.B. solche Konflikthintergründe werden:

  • Gestörte Work-Life-Balance
    Beispiel: Konflikt zwischen familiären Ansprüchen, eigenen Erholungsbedürfnissen und übervollem Terminkalender
  • Umgang mit unangenehmen Begegnungen
    Beispiel: innerer Widerstreit zwischen Konfliktvermeidung und offensiver Konfliktlösung im Umgang mit Geschäftspartnern
  • Anstehende unpopuläre Entscheidunge
    Beispiel: begründeter Wunsch, sich von Mitarbeitern zu trennen, der mit dem Mitgefühl für ihre soziale Lage kollidiert
  • Zielkonflikte
    Beispiel: dem Wunsch, den Betrieb erfolgreich zu machen, steht die Sehnsucht gegenüber, das Berufsfeld komplett zu wechseln

Folgen ungelöster innerer Konflikte

Nahezu immer fordert es seinen Preis, wenn innere Konflikte zu lange unbearbeitet bleiben:

  • Zunehmende Anspannung, damit Zunahme äußerer Konflikte
  • Erschöpfung mit Burn-out- oder “Explosions”-Gefahr
  • Risiko psychosomatischer Erkrankungen
  • Unklarheit unternehmerischer Ziele und Strategien
  • dadurch Gefährdung des wirtschaftlichen Erfolgs

Lösungsansätze

Lösungen erfordern nicht immer Hilfe von außen. Denkbare Hilfen sind:

Einblick in die Coaching-Praxis

Wer sich für ein professionelles Coaching entscheidet, sollte nach jemandem suchen, der seine “Tools” sehr individuell auf die Bedürfnisse des Klienten abstimmt. “Eines schickt sich nicht für alle” – der Satz gilt auch und gerade für persönliche Beratungssituationen.
Am Beginn stehen sollte eine gründliche Standortbestimmung und (wie bei der Betrachtung eines ganzen Unternehmens auch) eine Soll-Ist-Analyse. Eines der häufigsten Probleme: klar ist, worunter man leidet und was man nicht mehr will. Wesentlich undeutlicher ist in der Regel, was und wohin man stattdessen will, die eigenen Ziele also. Zumal oft mehr als zwei Seelen in der eigenen Brust wohnen, die dafür sorgen, dass Ziele sich auch widersprechen können.

Arbeit mit dem inneren Team

Gerade wenn innerer Widerstreit verspürt wird, ist ein “Tool” aus der Coaching-Praxis ein sinnvoll einsetzbares: die Arbeit mit dem “inneren Team“. Der Grundgedanke des Modells ist für viele Führungskräfte spontan verständlich: es gehört für die meisten zum Alltag, Teams zu führen. Und es ist bekannt, welche gravierenden Folgen Störungen im Teamprozess haben. Einigkeit und Lösungsorientiertheit ist also zentral für die Arbeitsfähigkeit eines Teams. Genau das Gleiche gilt auch für die inneren Anteile und Antriebe, die jeder einzelne in sich beherbergt. (Mehr zu diesem Ansatz hier).

Sinn der Beschäftigung mit dem inneren Team ist:

  • Klärung der aktuellen Situation
  • Identifizieren gegensätzlicher innerer “Stimmen”
  • Verstehen der Gründe für Blockaden
  • Eindeutige Wahl einer Marschrichtung und
  • Wiedererlangen der Handlungsfähigkeit

Innere Kämpfe werden meistens vor allem als störend empfunden, sie sollen möglichst schnell verschwinden. Es lohnt sich aber, dem vermeintlichen Zeitfresser Zeit zu widmen (genauso wie Streit in der Außenwelt Konfliktmanagement erfordert): es geht in der Regel um wesentliche Interessen, um echte Anliegen von Herz oder Kopf, die nicht totgeschwiegen werden wollen – und sich bei Nichtbeachtung Gehör verschaffen, und sei es über körperliche oder seelische Beschwerden. Nicht zu warten, bis der Stress die Oberhand gewinnt, sondern seinen wichtigsten Mitarbeitern – den inneren! – aufmerksam zuzuhören, zahlt sich aus: für den Menschen und für die Organisation.

[der Mensch macht's!]

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Konflikte – Krankenstand

08.02.2010

konflikte

Mit diesem Blogbeitrag geht es weiter – das 2. Fallbeispiel für einen Konflikt aus der betrieblichen Praxis eines Industriemeisters.

Situation

Der Krankenstand in Ihrer Abteilung überschreitet langfristig die 6% Marke.

Folgende Links beschäftigen sich  mit der Problematik des Krankenstandes:

Problem(e) / Fragestellung(en)

  • Veränderte Arbeitsbedingungen
    z.B. starke körperliche Beanspruchung, klimatische Beanspruchung, Lärm, …
  • Führungsdefizite
    z.B. Mangel an Klarheit, Unverbindlichkeit, Autorität, Transparenz, …
  • Intragruppen-Konflikt (Konflikte innerhalb einer Gruppe)
  • Intergruppen-Konflikt (Konflikte zwischen Gruppen)

Hard Skills Lösungsansätz(e)

Oben genannte Punkte lösen das Problem ohne Berücksichtigung des Miteinanders in jeglicher Form.

Kritische Fragestellung / Anmerkung(en):

  • Die Art und Weise, wie Menschen miteinander umgehen, wird damit zum entscheidenden Erfolgsfaktor!

Mögliches Fazit:

der Mensch macht’s – extrem beim Krankenstand

Soft Skills Lösungsansätz(e)

Sie sollten also zwei mögliche “Baustellen” sondieren:

  • Kritische Reflexion Ihres aktuellen Führungsverhaltens
  • Analyse der gegenwärtigen gruppendynamischen Prozesse

Handlungsempfehlungen für Sie

  • Streben SIE stets die einfachste (nicht leichteste!) mögliche Lösung eines Problems (KISS-Prinzip) an
  • Folgen Sie einfachen Führungsgrundsätzen
    • Es kommt bei IHRER Führung nur auf Resultate an
      Dokumentieren SIE ein konsequentes und transparentes Muster im Denken und Handeln in Bezug auf Resultate (Ziele)
    • Leisten SIE einen Beitag zum Ganzen durch
      • ganzheitliches Denken
      • unternehmerisches Denken
      • flache hierachiearme Organisation
      • Motivation (Eigen- und Fremdmotivation)
    • Strikte Konzentration und Beschränkung auf das für IHREN Erfolg Wesentliche
      • Selbst- & Zeitmanagement
      • Führen durch partnerschaftliche Zielvereinbarungen
      • Steigerung der Produktivität
    • Vorhandene Potentiale nutzen
      Setzen SIE ihre Mitarbeiter möglichst gemäß ihrer Stärken ein
    • Vertrauen der Anfang von Allem
      Erarbeiten SIE sich das Vertrauen ihrer Mitbearbeiter, durch

      • möglichst viele Win-win-Situationen
      • Charakterliche Integrität - SIE müssen meinen, was SIE sagen und auch danach handeln
    • Denken SIE in Lösungen und nicht in Problemen
      Geben SIE stets ihr Bestes, denken SIE motiviert konstruktiv und befreien SIE sich wenn möglich von Abhängigkeiten

    Die menschliche Arbeitsleistung hängt nicht allein von den materiellen äußeren Arbeitsbedingungen ab, sondern in hohem Maße auch von den immateriellen psychischen Arbeitsbedingungen.

  • Analyse der Gruppenprozesse
    • Überprüfen SIE die Gruppenrangordnung – der Rangplatz ist abhängig von der Leistung und/oder der Beliebtheit
      Stellen Sie sich dazu folgende Fragen:

      • Wer ist die informelle Führungskraft?
      • Wer ist der Vertreter?
      • Gibt es Außenseiter?
      • Existiert ein Isolierter?
      • Droht eine Cliquenbildung?
    • Beschreiben SIE die verschiedenen sozialen Rollen
      (erwartete Verhaltensweisen in einer bestimmten Position)
      in ihrer zu führenden Gruppe/Gruppen
    • Werden die sozialen Normen eingehalten? Bilden sich neue Normen aus?
    • Haben Gruppenwerte noch ihren Bestand?
    • Sind die Gruppenrollen sinnvoll besetzt?
    • Wie lässt sich die Gruppenleistung im Vergleich darstellen?
    • SIE sollten in jedem Fall die informellen Gruppenstrukturen kennen und nutzen

Im nächsten Blogbeitrag geht es weiter um die Strukturierung von Konflikten.
Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!]

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Konflikte – Innere Konflikte 1

25.01.2010

konflikte

In meinem letzten Blogartikel ging es mir konkret um die Chance für SIE, bei einem Konflikt keine ausschließliche Symptombehandlung zu betreiben, sonder vielmehr die ursprünglichen den Konflikt auslösende(n) Ursache(n) zu erkennen und somit Potential zur aktiven Konfliktbewältigung zu schaffen.

Konflikte können zwischen mehreren Menschen (zwischenmenschliche oder sozialen Konflikte) bestehen, oder aber eine Person birgt den Konflikt “in sich selbst” (inneren oder intrapersoneller Konflikt).

Innere Konflikte (Intrapersonelle Konflikte)

Innere Konflikte werden häufig in drei Typen eingeordnet:

  • “Annäherungs-Annäherungs-Konflikt”
  • “Vermeidungs-Vermeidungs-Konflikt”
  • “Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt”

Der “Annäherungs-Annäherungs-Konflikt”

Stellen Sie sich folgende betriebliche Situation vor:
Sie müssen sich aufgrund einer Vorgesetzten-Anordnung zwischen zwei Handlungsvarianten entscheiden, wobei beide Varianten für SIE persönlich positiv besetzt und realisierbar sind.

Problem:
Egal für welche Variante Sie sich entscheiden, die zweite Variante ist damit ausgeschlossen. Solange also kein(e) Argument(e) eine der beiden Handlungsalternativen attraktiver gestaltet, werden SIE den Konflikt nicht rational lösen können. Häufig wird daher dem Zufall z.B. durch würfeln, Münzen werfen, etc. die Entscheidung überlassen.

Tipp” (am Beispiel Münze werfen) :
Werfen Sie die Münze. Und nun achten Sie ganz genau auf Ihr Gefühl, wenn Sie die Münze aufdecken:

  • Sie freuen sich über die „Entscheidung der Münze”?
  • Sie sind enttäuscht?

Wenn Sie eins der beiden Gefühle (mehr oder weniger stark) empfinden, dann hat sich Ihr Unterbewusstsein offensichtlich längst schon entschieden, es war Ihnen nur noch nicht bewusst.

Im nächsten Blogbeitrag geht es wieder um ein Fallbeispiel.
Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Anregungen, Kritik oder Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

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Konflikte – Struktur

21.01.2010

konflikte

Damit SIE Konflikte zielgerichtet nutzen können, ist es zunächst wichtig, sie zu identifizieren, gemäß dem Motto: “Gefahr erkannt – Gefahr gebannt”.

Die folgende Konfliktsituation in der Badewanne, von Loriot liebevoll in Szene gesetzt, dürfte bekannt sei. Ich wünsche Ihnen viel Freude dabei.

Die Ente bleibt draußen!

Konflikt Typologie

Wenn es Ihnen möglich ist, einen erkannten Konflikt einer Typologie zuzuordnen, so fällt es Ihnen in der Regel leichter, auch die wirkliche Ursache des Konfliktes zu ergründen. Das bedeutet konkret für Sie die Chance,  keine ausschließliche Symptombehandlung zu betreiben, sonder vielmehr die ursprünglichen den Konflikt auslösenden Ursachen zu erkennen und damit so umzugehen, dass sie zukünftig weniger oder nicht mehr zu Konflikten führen können.

Welche Möglichkeiten gibt es, Konflikte zu strukturieren?

Generell können Konflikte nach diversen Gesichtspunkten strukturiert werden, von denen ich drei in den folgenden Blogartikeln näher beschreiben werde:

  • Handelt es sich um einen inneren oder um einen äußeren Konflikt?
    Innere und zwischenmenschliche Konflikte
  • Welche Reichweite hat der Konflikt?
    Wie viele Beteiligte in welcher hierachischen Funktion sind in den Konflikt involviert?
  • Auf welcher Ebene existiert der Konflikt?
    Geht es dabei tatsächlich um die beteiligten Personen oder um eine andere Thematik?
    Beziehungskonflikt vs. Sachkonflikt
  • Um welches Thema dreht es sich beim Konflikt?
    Konfliktarten
  • Wie stellt sich der Konflikt dar?
    Erscheinungsformen
  • Welche Konsequenzen folgen ggf. aus dem Konflikt?
    Destruktive und Konstruktive Formen

Im nächsten Blogbeitrag geht es um “Innere und zwischenmenschliche Konflikte”.
Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

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Konflikte – Maschinenausfall

18.01.2010

konflikte

Mit diesem Blogbeitrag ist es endlich soweit – das 1. Fallbeispiel für einen Konflikt aus der betrieblichen Praxis eines Industriemeisters.

Jedes Fallbeispiel soll nach folgender Struktur bearbeitet werden:

  1. Situation
    Kurze Situationsbeschreibung der zu erörternden Problematik.
  2. Problem(e) / Fragestellung(en)
    Ihr mögliches Spannungsfeld.
  3. Hard Skills Lösungsansätz(e)
    Im beruflichen Alltag wird häufig von den sogenannten „Hard Skills” (“harte Faktoren”) gesprochen. Damit sind in den Fallbeispielen Ihre Handlungsmöglichkeiten gemeint, die aus Ihrer Fachkompetenz, inklusive der Schul- und Berufsausbildung und ggf. eines Studiums resultieren.
  4. Soft Skills Lösungsansätz(e)
    Hard Skills werden durch die sogenannten Soft Skills (“weiche Faktoren”), also die persönlichen Fähigkeiten, Komplettiert.
    Zusammen bilden sie Ihre berufliche Handlungskompetenz.
  5. Konsequenz(en) für Sie
    Es werden Ihre möglichen Notwendigkeiten vorgestellt.

Situation

Eine Maschine in der Produktion fällt unvorhersehbar aus.

Problem(e) / Fragestellung(en)

  • Die Zielvorgabe bezüglich der zeitlich erforderlichen Produktionsmenge in der vom Kunden geforderten Qualität ist gefährdet.
  • Abteilungsübergreifende Abstimmungsproblematik (“Gerangel” um Prioritäten).
  • Zielerreichung im Hinblick auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen gestaltet sich problematisch.

Hard Skills Lösungsansätz(e)

  • Wenn möglich, erfolgt eine Umverteilung der Aufträge auf andere abteilungsinterne Maschinen , ggf. auch unter der Prämisse einer Qualitätsabweichung in beiden Richtungen.
  • Wenn möglich, Nutzung der Ressourcen anderen Abteilungen
    (nach Rücksprache).
  • Mehrarbeit durch Überstunden mit eigenen oder “Fremdarbeiten”
    (“Gutstunden” auf dem Stundenkonto).
  • Outsourcing – Auslagerung an ein kompetentes Drittunternehmen.

Oben genannte Punkte lösen das Problem!

Kritische Fragestellung:

  • Wie motiviert sind Ihre Mitarbeiter, beim nächsten Maschinenausfall für Mehrarbeit?
  • Wie stellt sich die Kooperationsbereitschaft der anderen relevanten Führungskräfte zukünftig für Sie dar?

Mögliches Fazit:

Offensichtlich liegt mehr Erfolgspotential in der Kooperation mit den Beteiligten – d.h. in der Zwischenmenschlichkeit (der Mensch macht’s – als formale Ebene).

Soft Skills Lösungsansätz(e)

Sie haben also zwei Probleme zu lösen:

  • Wie verhalten SIE sich gegenüber IHREN Mitarbeitern?
  • Wie verhalten SIE sich gegenüber IHREN Führungskollegen in den anderen Abteilungen?

Konsequenz(en) für Sie

Grundsätzlich gilt:

  • Mitarbeitermotivation ist sowohl gefragt als auch erforderlich.
    Motivation (von lat. motus, „Bewegung”) bezeichnet dabei das Maß an Bereitschaft sich für etwas einzusetzen – eben sich dafür zu bewegen.
    Problematik: Ein Mensch kann keinen anderen Menschen bewegen – in Bewegung bringen – wenn dieser sich nicht bewegen will.
  • Es existieren sehr viele Motivations-Theorien ( Inhalts- und Prozessmodelle), Managementmethoden, die ein Führungsverhalten vorgeben (Management by Konzepte; z.B. Management by Objectives “Führung durch Zielvereinbarung”), und nicht zuletzt die Empfehlung von Führungsstilen (der situative Führungsstils gilt als motivationsorientiert).

Wie aber kann die praktische Umsetzung erfolgen?

  • Die Kernfragen in der Auseinandersetzung mit Führungstechniken lauten:- Wie motiviere ich mich?
    - Wie motiviere ich meine Mitarbeiter?

    Häufig setzt Motivation bei der Erkennung und Befriedigung von Bedürfnissen (z.B. Entgelthöhe) an. Leider lässt sich damit keine Nachhaltigkeit erzielen.
    Führung durch Sinngebung dagegen orientiert sich an Werten ; an dem, was Ihnen und Ihren Mitarbeitern im Berufsleben wirklich wichtig ist.
    Fakt ist, es gibt kein langfristig wirkendes Patentrezept. Es wirkt nur die individuelle Auseinandersetzung.

  • Das “Prioritätsgerangel” kann z.B. durch konsequent verordnete Anwendung des Eisenhower-Prinzips erfolgen.Der amerikanische General und spätere Präsident Eisenhower gab einem einfachen Prinzip den Namen, mit dem anstehenden Aufgaben eine Priorität zugeordnet werden kann.- Wichtigkeit kommt vor Dringlichkeit (ggf. Nutzung einer ABC-Analyse)
    - Wichtigkeit bedeutet unternehmerischer Arbeitserfolg
    - Dringlichkeit ist reine Terminsache
  • Die betriebswirtschaftlichen Zahlen müssen bei sämtlichen unternehmerischen Entscheidungen im Vordergrund stehen. Letztlich bedeutet das aber auch, die Motivation der  Mitarbeiter sicher zu stellen. Daher müssen Sie ihre Situation gegenüber der Geschäftsleitung plausibel darstellen können.

Im nächsten Blogbeitrag geht es um die Strukturierung von Konflikten.
Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

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Konflikte – Sind sie nur schädlich?

16.01.2010

konflikte

Lassen Sie uns in die “konfliktäre Thematik” durch den humoristischen Altmeister Loriot auf dessen spezielle Art einstimmen :

Das Frühstücksei

Was hat Loroits Cartoon nun mit der realen betrieblichen Konfliktwelt eines Industriemeisters gemein?

Nach überwiegender Meinung sind Konflikte nach wie vor eher schädlicher Natur, da sie bestehende Ordnungssysteme beeinflussen und damit die Leistungsbereitschaft der direkt und/oder indirekt Beteiligten beeinträchtigen, was in der Regel zu betrieblichen Störungen führt.

Diese durchweg negative Perspektive ist jedoch extrem einseitig, denn in Konflikten stecken sehr wohl auch positive Aspekte.

Wie aber können Konflikte die Leistung positiv beeinflussen?

Es gibt vor allem drei Aspekte die auch betriebswirtschaftlich von Interesse sind:

  • die Klärung von existierenden Problemen,
  • das Überwinden von festgefahrenen Situationen und verkrusteter Strukturen und
  • das Aufspüren neuer Ungereimtheiten und Problemlösungen.

Konfliktvermeidung – NEIN danke!

Es darf also in IHREM Arbeitsalltag nicht darum gehen, Konflikte zu vermeiden. Gerade bei der Implementierung neuer Arbeitsformen oder Arbeitsabläufe werden häufig Konflikte offenbar, die bisher lediglich “getarnt” vorhanden waren.

Exakt hier liegt das ruhende Potential, das es zu erschließen gilt.
Es liegt nun an IHNEN, die Konflikte derart zu managen, damit ein unternehmerischer Nutzen entstehen kann!

Im nächsten Blogbeitrag geht es um ein Fallbeispiel.
Ich freue mich, wie immer,  auf Ihre Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

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