Konflikte – Erläuterungen zu “Soziale Konflikte”

“Soziale Konflikte” und deren Indikatoren
Im letzten Blogartikel habe ich mich auf die Definition von “Sozialen Konflikte” gem. Rüttinger bezogen. Es erscheint mir nötig, dazu noch Erläuterungen abzugeben, damit für die noch folgenden Blogbeiträge eine gemeinsame Verständnis-Plattform und ein einheitliche “Sprache” geschaffen wird.
Folgende Indikatoren waren Merkmale eines sozialen Konfliktes:
- “Spannungssituation”
Es geht dabei um IHRE persönliche Wahrnehmung, bzw. das Wahrnehmen der Konfliktparteien einer stressigen, feindseligen oder angstbesetzten Beziehung zwischen den Protagonisten. Dabei besteht häufig das Problem, dass der Konflikt eher auf die beteiligten Personen bezogen wird und weniger auf die “Konfliktsache” selbst. - “zwei oder mehrere Personen”
Ein sozialer Konflikt bedingt mindestens zwei autark handelnde Parteien (Einzelpersonen / Gruppen / Interessenvertreter). - “Gegenseitige Abhängigkeit”
Die Konfliktbeteiligten sind bezüglich einer Konfliktlösung voneinander abhängig, dass impliziert, das Verhalten und die Zielerreichung der einen Partei bedingt Konsequenzen für die Durchführung und die Zielerreichung der anderen Partei. - “mit Nachdruck versuchen”
Die Konfliktbeteiligten müssen ein definitives Interesse an der Umsetzung ihres Handlungsplanes sowie ihrer Ziele dokumentieren und dies durch ihr Verhalten verdeutlichen. - “scheinbar oder tatsächlich unvereinbare Handlungspläne”
Dies soll dokumentieren, das sich der “soziale Konflikt” auf der Erlebensebene ereignet. Die Konfliktparteien nehmen den Konflikt als solchen wahr, dabei geht es nicht um von außen angelegte Maßstäbe. - “Verwirklichen”
Dabei kann die Verwirklichung sehr unterschiedliche Formen annehmen (aggressiv, passiver und/oder aktiver Widerstand, argumentieren, Cliquenbildung, etc.). Relevant dabei ist, dass ein Verhalten gezeigt wird, um die individuellen Interessen durchzusetzen und damit die Ziele des anderen zu behindern. - “ihrer Gegnerschaft bewusst zu sein”
Bei zufälliger und unbeabsichtigter Behinderung fehlt der Situation der Aspekt des Konfliktes (Wahrnehmung des “Gegners”). Auch hierbei ist die subjektive Wahrnehmung von entscheidender Bedeutung, das beinhaltet, auch ein unbeabsichtigtes Verhalten kann als beabsichtigt interpretiert werden.
Das der Konflikt scheinbar überall lauert, soll zum Abschluss noch ein Beitrag mit Bernd Bieder dokumentieren.
Rohkost-Ernährung und soziale Konflikte
Im nächsten Blogbeitrag geht es um die Frage sind betriebliche Konflikte nur “schädlich”?
Ich freue mich auf Ihre Kommentare!
Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke
[der Mensch macht's!]
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