Fragen erfolgreicher Führungskräfte

27.05.2010

In meinem Blogbeitrag “Ich muss meine Miatrbeiter motivieren, damit …” hatte ich zu Fragestellungen aufgerufen, die anders lauten als:

  • Welche Motivatoren muss ich einsetzen?
  • Wie motiviere ich meine Mitarbeiter?

Der Sinn war, zu Fragestellungen zu kommen, die erfolgversprechender zur Motivation ihrer Mitarbeiter führen.

Aus den zahlreichen “Motivations-Fragestellungen”, die mich über meine sozialen Netzwerke erreichten, biete ich Ihnen folgende an:

  • Welchen Beitrag kann ich leisten, um z.B. Blockaden aus dem Weg zu räumen, damit sich meine Mitarbeiter für ihre Aufgaben selbst motivieren?
  • Welchen betrieblichen und persönlichen Kontext kann ich schaffen, damit meine Mitarbeiter eigenmotiviert arbeiten?
  • Welchen Motiven folgen meine Mitarbeiter und welche Reize kann ich bewusst setzen, um diese Motive zu aktivieren?
  • Was ist meinen Mitarbeitern wirklich wichtig?

Diese und ähnliche Fragen sind typische Fragestellungen
erfolgreicher Führungskräfte, die “nicht nur motivieren” wollen!

Auf den ersten Eindruck hin erscheinen die obigen Fragestellungen vermutlich sehr ähnlich. Ihre aus der jeweiligen Fragestellung heraus entwickelten Antworten werden jedoch schnell verdeutlichen, dass die scheinbar so ähnlichen Fragen durchaus  zu anderen Resultaten bzw. nötigen Handlungen führen.

Dieses Führungsverständnis beinhaltet die Auslösung zielorientierter Impulse sowie die ehrliche Bereitschaft die auf dem Weg zum Ziel auftretenden “Baustellen” bearbeiten zu wollen.  Mit dieser inneren Einstellung signalisieren Sie mit hoher Authentizität,  ich nehme jeden meiner Mitarbeiter ernst und fördert dessen Eigenverantwortlichkeit.

Das ist eine wunderbare “Win-Win-Situation“, nicht nur für jeden Einzelnen sondern auch für die Abteilung und das Unternehmen.

Ich freue mich auf Ihre zahlreichen Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] – gerade in der Motivation

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Ich muss meine Mitarbeiter motivieren, damit …

10.05.2010

solche oder ähnlich lautende Antworten bekomme ich häufiger in meinen Führungskräfteseminaren auf die Frage “Was ist eine typische Führungsaufgabe für Sie?“.

Eine derartige Antwort verrät mir viel über die Einstellung und das Verständnis dieser Führungskraft zum Thema Führung. Im Augenblick der Antwort ist mir klar, diese “arme Socke” wird per se enorme Ressourcen benötigen und vermutlich nichts anderes bewirken, als dass die von ihm geführten Mitarbeiter sein Frustrationspotential gegen unendlich schnellen lassen.

Wenn aber Motivation den Anspruch zur Durchführung und/oder Unterlassung von Handlungen beinhaltet, ist dies definitiv kein Erfolg versprechender  Ansatz.

“Wessen wir am meisten im Leben bedürfen, ist jemand, der uns dazu bringt, das zu tun, wozu wir fähig sind.”
(Ralph Waldo Emerson)

So verstanden, kann eine Führungskraft beim Mitarbeiter „Motivation initiieren”, indem sie zum Beispiel …

  • partnerschaftlich  Ziele vereinbart,
  • den betrieblichen Kontext bewusst gestaltet,
  • realistische Entwicklungsmöglichkeiten für den einzelnen Mitarbeiter aufzeigt und
  • ein zeitnahes und ehrliches Feedback über die erzielten Resultate verständlich an den jeweiligen Mitarbeiter kommuniziert.

Bei Erfüllung dieser Voraussetzungen, entstehen im Mitarbeiter exakt die Gründe, aus denen er handeln will – die Motivation (intrinsische Motivation).

Alles akademischer Blödsinn?
Nein, durchaus nicht, denn wer als Führungskraft nur „motivieren will”, setzt den Hebel an der falschen Stelle an und kann seine Mitarbeiter niemals nachhaltig erfolgreich führen.

Die in bekannten Motivationssendungen kommunizierten Aufrufe zum “Tschaka, du schaffst es” und anderen Parolen dieser Güte halte ich für extrem unseriös, da sie i.d.R. eher demotivierend wirken. Das liegt daran, dass sie den unterschwelligen Vorwurf der Abwesenheit von tatsächlicher Leistungsbereitschaft unterstellen. Das wiederum bildet eine solide Grundlage für weitere Scharmützel mit dem Mitarbeiter, d.h. es kommt wenig Langeweile auf.

Ich möchte Sie auffordern sich anderen Fragestellungen zu öffnen, als diesen:

  • Welche Motivatoren muss ich einsetzen?
  • Wie motiviere ich meine Mitarbeiter?

Welche Fragestellungen können Sie mir stattdessen anbieten – Fragen die wirklich zu Motivation führen?

Ich freue mich auf Ihre Antworten!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] - im anspruchsvollen Terrain der Motivation

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Konflikte – Innere Konflikte 3

06.04.2010

konflikte

Kennen Sie folgende Situation aus Ihrer Führungspraxis?

Einem gutem Mitarbeiter von Ihnen hat sich die Möglichkeit geboten, sich innerbetrieblich zu verbessern und Vorarbeiter in einer anderen Abteilung zu werden. Das dortige Aufgabenfeld ist für für ihn sehr interessant, aber die Kollegen in der Abteilung haben keinen guten Ruf. Die Handlungsalternative für Ihren Mitarbeiter wäre, er bleibt bei Ihnen in der Abteilung, in der er sich sehr wohlfühlt und seine Kollegen schätzt. Die Konsequenz daraus wäre, dass er weder eine berufliche Herausforderung noch die damit verbundene Lohnerhöhung bekommen würde.

Innere Konflikte (Intrapersonelle Konflikte)

Ihr Mitarbeiter muss sich zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden, wobei jede für sich betrachtet sowohl Vorteile als auch Nachteile beinhaltet. Welche Entscheidung er auch immer treffen wird, sie wir positive und negative Konsequenzen bewirken.

Dies ist die typische Problematik für die letzte Form eines inneren Konfliktes, dem Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt.

Zu den jetzt vorgestellten drei Arten von inneren Konflikten werden noch zwei Annahmen getroffen.

  • Je größer die persönliche Distanz zum Ziel, desto geringer wird die Anziehungskraft oder die Tendenz zur Vermeidung sein.Beispiel:
    Jemand, den Sie wertschätzen,  hat für Sie schon im Vorfeld Dinge abgeklärt, die eine mögliche Handlungsalternative ist. Diese Variante rückt damit näher, also erscheint Ihnen diese Möglichkeit positiver als die zweite Handlungsvariante . Damit wird die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie dafür für die erste Alternative entscheiden.
  • Distanziert man sich von einer Handlungsvariante, dann nimmt die Anziehungskraft langsamer ab als die Tendenz zur Vermeidung. Das bedeutet, die positiven Konsequenzen wirken länger, als die negativen, dies gilt vor allem für “Annäherungs-Vermeidungs-Konflikte”.Beispiel (Anwendung der Annahme auf das obige Eingangsbeispiel):
    Die positiven Konsequenzen, die mit der Vorarbeiterposition verknüpft sind (interessanter Arbeitsplatz, Gehaltserhöhung, Statuserhöhung) wirken stärker als die neuen Kollegen, je sicherer für ihn ist, dass er die angebotene Position tatsächlich bekommen kann.

Ihre Anregungen, Kritik oder Kommentare sind wie immer willkommen!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] - im speziellen in Konflikten

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Konflikte – Innere Konflikte 2

13.03.2010

konflikte

Vielleicht habe Sie folgende Situation auch schon selbst mehrfach er- und/oder  durchlebt:

Sie hatten eine extrem wichtige Terminaufgabe persönlich zu bearbeiten, die bis Freitagnachmittag zwingend zu erledigen war, haben dies aber wegen des “tobenden Tagesgeschäftes” nicht geschafft. Nun müssen Sie entweder Ihrem Vorgesetzten gegenüber verantworten, was sicher nicht angenehm wird, oder aber Sie müssen erheblich länger im Unternehmen bleiben. Wahrscheinlich ist auch das Wochenende mit der Familie gefährdet, womit noch ganz andere Nachteile für Sie verbunden wären.

Innere Konflikte (Intrapersonelle Konflikte)

Welche Alternative Sie auch wählen, Sie haben in beiden Fällen mit unangenehmen Konsequenzen zu rechnen.

Dies ist ein typisches Beispiel für die absolut frustrierende Form eines

Vermeidungs-Vermeidungs-Konfliktes auch
Aversions-Aversions-Konflikt genannt

Ganz allgemein gesagt, besteht folgende Problematik:

Sie müssen sich zwischen zwei Varianten entscheiden, die beide für Sie negativ besetzt sind, die Sie beide nur allzu gern vermeiden möchten.
Häufig handelt es sich bei dieser Konfliktform um gegensätzliche Verpflichtungen aus Ihrer Position heraus (“Der Industriemeister – das Beef im Burger?”).

Von einem Dilemma kann dann gesprochen werden, wenn die Situation unvermeidbar ist. Sie haben keine Chance “dem Übel” auszuweichen.

Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Anregungen, Kritik oder Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!] - wie immer

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Konflikte – Innere Konflikte 1

25.01.2010

konflikte

In meinem letzten Blogartikel ging es mir konkret um die Chance für SIE, bei einem Konflikt keine ausschließliche Symptombehandlung zu betreiben, sonder vielmehr die ursprünglichen den Konflikt auslösende(n) Ursache(n) zu erkennen und somit Potential zur aktiven Konfliktbewältigung zu schaffen.

Konflikte können zwischen mehreren Menschen (zwischenmenschliche oder sozialen Konflikte) bestehen, oder aber eine Person birgt den Konflikt “in sich selbst” (inneren oder intrapersoneller Konflikt).

Innere Konflikte (Intrapersonelle Konflikte)

Innere Konflikte werden häufig in drei Typen eingeordnet:

  • “Annäherungs-Annäherungs-Konflikt”
  • “Vermeidungs-Vermeidungs-Konflikt”
  • “Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt”

Der “Annäherungs-Annäherungs-Konflikt”

Stellen Sie sich folgende betriebliche Situation vor:
Sie müssen sich aufgrund einer Vorgesetzten-Anordnung zwischen zwei Handlungsvarianten entscheiden, wobei beide Varianten für SIE persönlich positiv besetzt und realisierbar sind.

Problem:
Egal für welche Variante Sie sich entscheiden, die zweite Variante ist damit ausgeschlossen. Solange also kein(e) Argument(e) eine der beiden Handlungsalternativen attraktiver gestaltet, werden SIE den Konflikt nicht rational lösen können. Häufig wird daher dem Zufall z.B. durch würfeln, Münzen werfen, etc. die Entscheidung überlassen.

Tipp” (am Beispiel Münze werfen) :
Werfen Sie die Münze. Und nun achten Sie ganz genau auf Ihr Gefühl, wenn Sie die Münze aufdecken:

  • Sie freuen sich über die „Entscheidung der Münze”?
  • Sie sind enttäuscht?

Wenn Sie eins der beiden Gefühle (mehr oder weniger stark) empfinden, dann hat sich Ihr Unterbewusstsein offensichtlich längst schon entschieden, es war Ihnen nur noch nicht bewusst.

Im nächsten Blogbeitrag geht es wieder um ein Fallbeispiel.
Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Anregungen, Kritik oder Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

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Konflikte – Struktur

21.01.2010

konflikte

Damit SIE Konflikte zielgerichtet nutzen können, ist es zunächst wichtig, sie zu identifizieren, gemäß dem Motto: “Gefahr erkannt – Gefahr gebannt”.

Die folgende Konfliktsituation in der Badewanne, von Loriot liebevoll in Szene gesetzt, dürfte bekannt sei. Ich wünsche Ihnen viel Freude dabei.

Die Ente bleibt draußen!

Konflikt Typologie

Wenn es Ihnen möglich ist, einen erkannten Konflikt einer Typologie zuzuordnen, so fällt es Ihnen in der Regel leichter, auch die wirkliche Ursache des Konfliktes zu ergründen. Das bedeutet konkret für Sie die Chance,  keine ausschließliche Symptombehandlung zu betreiben, sonder vielmehr die ursprünglichen den Konflikt auslösenden Ursachen zu erkennen und damit so umzugehen, dass sie zukünftig weniger oder nicht mehr zu Konflikten führen können.

Welche Möglichkeiten gibt es, Konflikte zu strukturieren?

Generell können Konflikte nach diversen Gesichtspunkten strukturiert werden, von denen ich drei in den folgenden Blogartikeln näher beschreiben werde:

  • Handelt es sich um einen inneren oder um einen äußeren Konflikt?
    Innere und zwischenmenschliche Konflikte
  • Welche Reichweite hat der Konflikt?
    Wie viele Beteiligte in welcher hierachischen Funktion sind in den Konflikt involviert?
  • Auf welcher Ebene existiert der Konflikt?
    Geht es dabei tatsächlich um die beteiligten Personen oder um eine andere Thematik?
    Beziehungskonflikt vs. Sachkonflikt
  • Um welches Thema dreht es sich beim Konflikt?
    Konfliktarten
  • Wie stellt sich der Konflikt dar?
    Erscheinungsformen
  • Welche Konsequenzen folgen ggf. aus dem Konflikt?
    Destruktive und Konstruktive Formen

Im nächsten Blogbeitrag geht es um “Innere und zwischenmenschliche Konflikte”.
Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

[der Mensch macht's!]

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Konflikte – Maschinenausfall

18.01.2010

konflikte

Mit diesem Blogbeitrag ist es endlich soweit – das 1. Fallbeispiel für einen Konflikt aus der betrieblichen Praxis eines Industriemeisters.

Jedes Fallbeispiel soll nach folgender Struktur bearbeitet werden:

  1. Situation
    Kurze Situationsbeschreibung der zu erörternden Problematik.
  2. Problem(e) / Fragestellung(en)
    Ihr mögliches Spannungsfeld.
  3. Hard Skills Lösungsansätz(e)
    Im beruflichen Alltag wird häufig von den sogenannten „Hard Skills” (“harte Faktoren”) gesprochen. Damit sind in den Fallbeispielen Ihre Handlungsmöglichkeiten gemeint, die aus Ihrer Fachkompetenz, inklusive der Schul- und Berufsausbildung und ggf. eines Studiums resultieren.
  4. Soft Skills Lösungsansätz(e)
    Hard Skills werden durch die sogenannten Soft Skills (“weiche Faktoren”), also die persönlichen Fähigkeiten, Komplettiert.
    Zusammen bilden sie Ihre berufliche Handlungskompetenz.
  5. Konsequenz(en) für Sie
    Es werden Ihre möglichen Notwendigkeiten vorgestellt.

Situation

Eine Maschine in der Produktion fällt unvorhersehbar aus.

Problem(e) / Fragestellung(en)

  • Die Zielvorgabe bezüglich der zeitlich erforderlichen Produktionsmenge in der vom Kunden geforderten Qualität ist gefährdet.
  • Abteilungsübergreifende Abstimmungsproblematik (“Gerangel” um Prioritäten).
  • Zielerreichung im Hinblick auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen gestaltet sich problematisch.

Hard Skills Lösungsansätz(e)

  • Wenn möglich, erfolgt eine Umverteilung der Aufträge auf andere abteilungsinterne Maschinen , ggf. auch unter der Prämisse einer Qualitätsabweichung in beiden Richtungen.
  • Wenn möglich, Nutzung der Ressourcen anderen Abteilungen
    (nach Rücksprache).
  • Mehrarbeit durch Überstunden mit eigenen oder “Fremdarbeiten”
    (“Gutstunden” auf dem Stundenkonto).
  • Outsourcing – Auslagerung an ein kompetentes Drittunternehmen.

Oben genannte Punkte lösen das Problem!

Kritische Fragestellung:

  • Wie motiviert sind Ihre Mitarbeiter, beim nächsten Maschinenausfall für Mehrarbeit?
  • Wie stellt sich die Kooperationsbereitschaft der anderen relevanten Führungskräfte zukünftig für Sie dar?

Mögliches Fazit:

Offensichtlich liegt mehr Erfolgspotential in der Kooperation mit den Beteiligten – d.h. in der Zwischenmenschlichkeit (der Mensch macht’s – als formale Ebene).

Soft Skills Lösungsansätz(e)

Sie haben also zwei Probleme zu lösen:

  • Wie verhalten SIE sich gegenüber IHREN Mitarbeitern?
  • Wie verhalten SIE sich gegenüber IHREN Führungskollegen in den anderen Abteilungen?

Konsequenz(en) für Sie

Grundsätzlich gilt:

  • Mitarbeitermotivation ist sowohl gefragt als auch erforderlich.
    Motivation (von lat. motus, „Bewegung”) bezeichnet dabei das Maß an Bereitschaft sich für etwas einzusetzen – eben sich dafür zu bewegen.
    Problematik: Ein Mensch kann keinen anderen Menschen bewegen – in Bewegung bringen – wenn dieser sich nicht bewegen will.
  • Es existieren sehr viele Motivations-Theorien ( Inhalts- und Prozessmodelle), Managementmethoden, die ein Führungsverhalten vorgeben (Management by Konzepte; z.B. Management by Objectives “Führung durch Zielvereinbarung”), und nicht zuletzt die Empfehlung von Führungsstilen (der situative Führungsstils gilt als motivationsorientiert).

Wie aber kann die praktische Umsetzung erfolgen?

  • Die Kernfragen in der Auseinandersetzung mit Führungstechniken lauten:- Wie motiviere ich mich?
    - Wie motiviere ich meine Mitarbeiter?

    Häufig setzt Motivation bei der Erkennung und Befriedigung von Bedürfnissen (z.B. Entgelthöhe) an. Leider lässt sich damit keine Nachhaltigkeit erzielen.
    Führung durch Sinngebung dagegen orientiert sich an Werten ; an dem, was Ihnen und Ihren Mitarbeitern im Berufsleben wirklich wichtig ist.
    Fakt ist, es gibt kein langfristig wirkendes Patentrezept. Es wirkt nur die individuelle Auseinandersetzung.

  • Das “Prioritätsgerangel” kann z.B. durch konsequent verordnete Anwendung des Eisenhower-Prinzips erfolgen.Der amerikanische General und spätere Präsident Eisenhower gab einem einfachen Prinzip den Namen, mit dem anstehenden Aufgaben eine Priorität zugeordnet werden kann.- Wichtigkeit kommt vor Dringlichkeit (ggf. Nutzung einer ABC-Analyse)
    - Wichtigkeit bedeutet unternehmerischer Arbeitserfolg
    - Dringlichkeit ist reine Terminsache
  • Die betriebswirtschaftlichen Zahlen müssen bei sämtlichen unternehmerischen Entscheidungen im Vordergrund stehen. Letztlich bedeutet das aber auch, die Motivation der  Mitarbeiter sicher zu stellen. Daher müssen Sie ihre Situation gegenüber der Geschäftsleitung plausibel darstellen können.

Im nächsten Blogbeitrag geht es um die Strukturierung von Konflikten.
Ich freue mich, wie immer, auf Ihre Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

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Konflikte – Sind sie nur schädlich?

16.01.2010

konflikte

Lassen Sie uns in die “konfliktäre Thematik” durch den humoristischen Altmeister Loriot auf dessen spezielle Art einstimmen :

Das Frühstücksei

Was hat Loroits Cartoon nun mit der realen betrieblichen Konfliktwelt eines Industriemeisters gemein?

Nach überwiegender Meinung sind Konflikte nach wie vor eher schädlicher Natur, da sie bestehende Ordnungssysteme beeinflussen und damit die Leistungsbereitschaft der direkt und/oder indirekt Beteiligten beeinträchtigen, was in der Regel zu betrieblichen Störungen führt.

Diese durchweg negative Perspektive ist jedoch extrem einseitig, denn in Konflikten stecken sehr wohl auch positive Aspekte.

Wie aber können Konflikte die Leistung positiv beeinflussen?

Es gibt vor allem drei Aspekte die auch betriebswirtschaftlich von Interesse sind:

  • die Klärung von existierenden Problemen,
  • das Überwinden von festgefahrenen Situationen und verkrusteter Strukturen und
  • das Aufspüren neuer Ungereimtheiten und Problemlösungen.

Konfliktvermeidung – NEIN danke!

Es darf also in IHREM Arbeitsalltag nicht darum gehen, Konflikte zu vermeiden. Gerade bei der Implementierung neuer Arbeitsformen oder Arbeitsabläufe werden häufig Konflikte offenbar, die bisher lediglich “getarnt” vorhanden waren.

Exakt hier liegt das ruhende Potential, das es zu erschließen gilt.
Es liegt nun an IHNEN, die Konflikte derart zu managen, damit ein unternehmerischer Nutzen entstehen kann!

Im nächsten Blogbeitrag geht es um ein Fallbeispiel.
Ich freue mich, wie immer,  auf Ihre Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

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Konflikte – Erläuterungen zu “Soziale Konflikte”

14.01.2010

konflikte

“Soziale Konflikte” und deren Indikatoren

Im letzten Blogartikel habe ich mich auf die Definition von “Sozialen Konflikte” gem. Rüttinger bezogen. Es erscheint mir nötig, dazu noch Erläuterungen abzugeben, damit für die noch folgenden Blogbeiträge eine gemeinsame Verständnis-Plattform und ein einheitliche “Sprache” geschaffen wird.

Folgende Indikatoren waren Merkmale eines sozialen Konfliktes:

  • Spannungssituation
    Es geht dabei um IHRE persönliche Wahrnehmung, bzw. das Wahrnehmen der Konfliktparteien einer stressigen, feindseligen oder angstbesetzten Beziehung zwischen den Protagonisten. Dabei besteht häufig das Problem, dass der Konflikt eher auf die beteiligten Personen bezogen wird und weniger auf die “Konfliktsache” selbst.
  • zwei oder mehrere Personen
    Ein sozialer Konflikt bedingt mindestens zwei autark handelnde Parteien (Einzelpersonen / Gruppen / Interessenvertreter).
  • Gegenseitige Abhängigkeit
    Die Konfliktbeteiligten sind bezüglich einer Konfliktlösung voneinander abhängig, dass impliziert, das Verhalten und die Zielerreichung der einen Partei bedingt Konsequenzen für die Durchführung und die Zielerreichung der anderen Partei.
  • mit Nachdruck versuchen
    Die Konfliktbeteiligten müssen ein definitives Interesse an der Umsetzung ihres Handlungsplanes sowie ihrer Ziele dokumentieren und dies durch ihr Verhalten verdeutlichen.
  • scheinbar oder tatsächlich unvereinbare Handlungspläne
    Dies soll dokumentieren, das sich der “soziale Konflikt” auf der Erlebensebene ereignet. Die Konfliktparteien nehmen den Konflikt als solchen wahr,  dabei geht es nicht um von außen angelegte Maßstäbe.
  • Verwirklichen
    Dabei kann die Verwirklichung sehr unterschiedliche Formen annehmen (aggressiv, passiver und/oder aktiver Widerstand, argumentieren, Cliquenbildung, etc.). Relevant dabei ist, dass ein Verhalten gezeigt wird, um die individuellen Interessen durchzusetzen und damit die Ziele des anderen zu behindern.
  • ihrer Gegnerschaft bewusst zu sein
    Bei zufälliger und unbeabsichtigter Behinderung fehlt der Situation der Aspekt des Konfliktes (Wahrnehmung des “Gegners”). Auch hierbei ist die subjektive Wahrnehmung von entscheidender Bedeutung, das beinhaltet, auch ein unbeabsichtigtes Verhalten kann als beabsichtigt interpretiert werden.

Das der Konflikt scheinbar überall lauert, soll zum Abschluss noch ein Beitrag mit Bernd Bieder dokumentieren.

Rohkost-Ernährung und soziale Konflikte

Im nächsten Blogbeitrag geht es um die Frage sind betriebliche Konflikte nur “schädlich”?
Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

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Konflikte – Typische Konflikte auf der Meisterebene

12.01.2010

konflikte

Ein Industriemeister – das  Beef im Burger?

Vielleicht besteht der größte Konflikt eines Industriemeister darin, dass er sich permanent in einer Sandwichposition befindet, d.h. er entspricht dem Beef im Burger.
Daraus resultieren für den Industriemeister häufig Konflikte durch die Zielvorgaben der Geschäftsleitung, den individuellen Bedürfnissen und Erwartungen seiner zahlreichen Mitarbeiter sowie den umfangreichen operativen und strategischen Herausforderungen des Tagesgeschäfts.
Dazu zählen u.a. die Erfüllung der strengen Qualitätsanforderungen bei gleichzeitig einzuhaltenden  Zeitvorgaben – der Zielkonflikt ist somit ständiger Begleiter.

Konflikte im Tagesgeschäft

In einer losen Artikelreihe möchte ich das Thema Konflikt systematisch aufbereiten und durch Beispiele aus der Industrie-Praxis nachvollziehbar und damit für SIE lösbar gestalten.

Soziale Konflikte

“Soziale Konflikte sind …

  • Spannungssituationen,
  • in denen zwei oder mehr Parteien,
  • die voneinander abhängig sind,
  • mit Nachdruck versuchen,
  • scheinbar oder tatsächlich unvereinbare Handlungspläne
  • zu verwirklichen und
  • sich dabei ihrer Gegnerschaft bewusst sind.”

Soweit der theoretische Ansatz (gem. Rüttinger), WELCHE Konflikte WO und WIE entstehen und WODURCH lösbar sind, wird Gegenstand der folgenden Blogbeiträge sein.

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Wolfgang Natzke

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Mitarbeiterführung, Training, Coaching, Teamwork, Teamführung, Management, Führungskompetenz, Projektmanagement, Führungskräfte, Handlungssicherheit, Handlungskompetenz